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    "Kommersant": Kasachstan forciert den Start seines ersten Nachrichtensatelliten

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    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat am vergangenen Donnerstag bekannt gegeben, sie habe mit der Regierung Kasachstans eine Einigung über die Wiederaufnahme der ausgesetzten Raketenstarts vom Weltraumbahnhof Baikonur erzielt. Die Startgenehmigung gilt aber nur für das erste Vierteljahr 2006, weitere Startpläne müssen noch vereinbart werden, schreibt die russische Tageszeitung "Kommersant" am Freitag.

    Der Umstand, dass der Startplan für Baikonur erstmals nicht wie gewöhnlich für das ganze Jahr, sondern lediglich für das erste Quartal abgestimmt wurde, bietet Kasachstan laut Experten auch weiterhin die Möglichkeit, Moskau unter Druck zu setzen, um den geplanten Start eines ersten kasachischen Nachrichtensatelliten zu forcieren.

    Die Raketenstarts von Baikonur waren am 11. Januar von kasachischen Behörden gestoppt worden. Formell, weil die russische Trägerrakete Proton-M von der kasachischen Umweltschutzbehörde bisher nicht zertifiziert wurde. Das Zertifikat sollte nach zehn Teststarts der Rakete und deren Inbetriebnahme erteilt werden. Medien spekulierten sogar über eine mögliche Verlagerung der Proton-Starts von Baikonur auf einen anderen Startplatz.

    Ein weiterer Grund für das Startverbot war offenbar die Verzögerung beim Start des ersten kasachischen Nachrichtensatelliten KazSat, der noch Ende Dezember ins All geschossen werden sollte. Doch in dem Plan der Baikonur-Starts, den Roskosmos im Dezember der kasachischen Regierung vorlegte, stand KazSat nicht. Nur in einer Fußnote hieß es, "zusätzlich zu dem Plan können weitere Raumapparate gestartet werden". Dies führte zu Unzufriedenheit bei der mittelasiatischen Republik.

    Bei den jüngsten Verhandlungen mit dem kasachischen Premierminister Daniil Achmetow versicherte die russische Delegation, geführt von Roskosmos-Chef Perminow, dass der Start des KazSat spätestens am 20. Juni 2006 zustande kommen wird. Daraufhin milderte Kasachstan den Ton und genehmigte noch zwei Proton-M-Starts, bevor ein Umweltschutzzertifikat erteilt wird.

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