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    Russisches Bildungssystem wird sozialen Bedürfnissen nicht mehr gerecht

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    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Die Schülerzahl in Russland hat sich in den vergangenen fünf Jahren um 25 Prozent beziehungsweise rund um fünf Millionen verringert und geht weiter zurück. Das konstatierte Andrej Fursenko, Minister für Bildungswesen und Forschung, am Freitag in der Staatsduma.

    Dabei habe sich die Zahl der Schullehrer faktisch nicht reduziert, fügte er hinzu.

    Nach Angaben des Ministers kommen in Russland weniger als zehn Schüler auf einen Pädagogen, während die Schüler-Lehrer-Relation in den europäischen Ländern 15 zu 1 ist.

    Die demographische Situation und die sozialökonomischen Bedingungen in Russland haben sich in den letzten Jahren wesentlich verändert, dabei bleibe die Struktur des Bildungssystems unverändert, so Fursenko. Das bestehende Bildungssystem werde den sozialen Bedürfnissen der Bürger nicht mehr gerecht, betonte er.

    Im Bildungssystem werden keine jungen Pädagogen eingestellt, was unter anderem auf das Fehlen unbesetzter Stellen zurückzuführen ist.

    Laut Fursenko bestehen die Lehrkörper vor allem aus älteren Menschen. Daher gelte es, beim Reformieren des Bildungssystems die sozialen Risiken bei der Freisetzung gewisser Gruppen von Bürgern zu senken. Eine der Hauptaufgaben der Reform bestehe darin, junge Fachkräfte anzulocken, so der Minister.

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