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    Gedenkveranstaltung in Moskau zum internationalen Holocaust-Tag

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    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Eine Versammlung anlässlich des internationalen Holocaust-Tages hat am Freitag in Moskau, im Zentralhaus der Literaten stattgefunden. Zu den Organisatoren der Versammlung gehörte die Stiftung "Holocaust" unter Beteiligung der Moskauer Stadtverwaltung und der Botschaft Israels in Russland.

    Der Oberrabbiner Russlands Berl Lasar hielt eine kurze einleitende Ansprache.

    "Heute gedenken wir wieder der Opfer des Holocaust, einer der furchtbarsten Tragödien des 20. Jahrhunderts. Das darf sich nie wiederholen", sagte Lasar. Auf der ganzen Erde müssten die Menschen alles Notwendige tun, damit aus dem Holocaust Lehren gezogen werden, betonte er.

    "Heute muss ich leider feststellen, dass der Extremismus in der ganzen Welt sein Haupt hebt, um seine Ideen aufzuzwingen", sagte der Rabbiner. Die Versuche der Extremisten, auf diesem Wege an die Macht zu kommen und die anderen unter Druck zu setzen, zeugen, so Berl Lasar, nicht von ihrer Stärke, sondern von ihrer Schwäche.

    "Die Extremisten hassen alle Menschen, die nach gerechten und demokratischen Gesetzen leben möchten. Eine solche Hass-Ideologie muss verboten werden, welche Form sie auch annehmen mag", sagte Lasar.

    Seiner Meinung nach dürfe es im Kampf der Weltgemeinschaft gegen den Extremismus keine Gleichgültigen geben. "Denn unsere gemeinsame Zukunft hängt von jedem von uns ab", fügte er hinzu.

    Darauf las der Oberrabbiner Russlands ein Gebet des Gedenkens für die Holocaust-Opfer.

    Der internationale Tag des Gedenkens an die Holocaust-Opfer wird am 27. Januar begangen: An diesem Tag befreite die Sowjetarmee 1945 in Polen das größte faschistische Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.

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