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    Grischankow: Wahlsieg der Hamas in Palästina kann Spannungen steigern

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    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Der Sieg der rechtsradikalen Bewegung Hamas bei den Parlamentswahlen in Palästina kann zur Steigerung der Spannungen in der gesamten nahöstlichen Region führen.

    Diese Meinung hat am Freitag der Erste Stellvertreter des Vorsitzenden des Sicherheitsausschusses in der Staatsduma, Michail Grischankow, in einem Interview für die RIA Novosti geäußert.

    Er wies darauf hin, dass die Situation mit den Wahlen in Palästina jeden normalen Menschen beunruhigen muss. Wenn die Macht von Abgeordneten mit der Waffe in der Hand - in direktem und indirektem Sinne - erobert wird, erhebe sich die Frage: "Was wird morgen sein, welche Gesetze werden sie verabschieden, was werden sie unternehmen?"

    Grischankow meinte ferner, dass die Probleme in der nahöstlichen Region mit dem Machtantritt der Hamas "sich vervielfachen werden" und der ohnehin zerbrechliche Waffenstillstand gestört werden könne.

    Zugleich betonte er, die führenden Männer der Hamas müssten verstehen: Das Vertrauen des Volkes ist eine recht schwere Last, "wie einer heute gewählt worden ist, ebenso gut kann er morgen aus diesem Parlament hinausgetragen werden". Es komme darauf an, betonte er, dass die Handlungen vom gesunden Menschenverstand und von der realen Einschätzung der Situation diktiert seien.

    Wenn es aber in Palästina zu einer Eskalation der Spannungen komme, setzte Grischankow fort, müsse das gesamte UNO-Potential in vollem Umfang eingesetzt werden, auf das Land könnten alle denkbaren internationalen Sanktionen angewendet werden.

    "Man muss sich darüber im Klaren sein, dass Palästina auf Kosten anderer Länder lebt, und wenn hier Sanktionen verhängt werden, wird das Volk einfach hungern. Dann wird sich die ganze Macht der Hamas binnen einer einzigen Woche in der Luft auflösen", sagte der Parlamentarier abschließend.

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