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    Hamas hat jetzt eine große Verantwortung in der Region

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    MOSKAU, 27. Januar (RIA Novosti). Die Bewegung Hamas hat jetzt eine große Verantwortung für die Situation in der Region. Das sagte der russische Parlamentarier Wladimir Tschurow, Vertreter der Mission russischer Beobachter zur jüngsten Parlamentswahl in Palästina, am Freitag.

    "Allein schon die Teilnahme der Hamas an der Wahl, und erst recht ihr Sieg, erlegt der Bewegung eine sehr große Verantwortung auf", sagte der Parlamentarier in einem Telefongespräch aus Palästina.

    "Die Zugehörigkeit zur Opposition ist eine Sache. Aber die Zugehörigkeit zur Regierung und die Übernahme der Verantwortung nicht nur für eineinhalb Millionen Palästinenser, sondern auch für Millionen Israelis, für Millionen Araber, für die Situation in der Region als Ganzes sind etwas anderes."

    Eine nicht weniger große Verantwortung tragen nach seinen Worten auch jene, die diese Wahl organisiert haben, allen voran die Europäische Union (EU), die die Wahl auch finanziert hat.

    In einer Stellungnahme zur weiteren Entwicklung in der Region sagte Tschurow, er sehe keine Alternative zur friedlichen Entwicklung. "Während unserer Mission habe ich gesehen, dass Städte in Palästina, Häuser und Hotels schnell gebaut werden. Wenn sich Menschen an einem Ort ansiedeln, rechnen sie ganz und gar nicht damit, dass jemand kommt und das alles zerstört", sagte der russische Beobachter.

    "Wenn Israel und Palästina den Regelungsprozess verantwortungsvoll vorantreiben, wird alles in Ordnung sein." "Russland wird auch weiterhin aktiv am politischen Regelungsprozess gemeinsam mit den USA und der EU teilnehmen."

    In diesem Zusammenhang sprach sich Tschurow für eine umfassendere kulturelle Expansion Russlands in der Region aus. "Wir sollten schnellstmöglich ein russisches Kulturzentrum gründen und eine russische Schule eröffnen. Eine amerikanische Schule in der Region gibt es bereits."

    "Russland ist ein politischer Teilnehmer am Regelungsprozess und ein Land, das die Kultur und die Bildung in Palästina bedeutend beeinflussen könnte." Tschurow sagte ferner, dass die Wahlen in ruhiger Atmosphäre verlaufen waren. Niemand habe Waffen gehabt.

    Zugleich kritisierte der Parlamentarier, dass in den Wahllokalen im christlichen und im moslemischen Bezirk von Bethlehem "zu viel Agitation betrieben wurde". "Die Israelis benahmen sich an den Grenzübergangspunkten äußerst korrekt. Als ausländische Beobachter brauchten wir uns nicht einmal auszuweisen", sagte Tschurow.

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