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    Russische Gesellschaftskammer nimmt zum "Karikaturen-Skandal" Stellung

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Der Ausschuss für Toleranz und Gewissensfreiheit der Gesellschaftskammer Russlands will im Zusammenhang mit dem "Karikaturen-Skandal" eine Erklärung abgeben.

    Der Ausschussvorsitzende und Direktor des Akademieinstituts für Ethnologie und Anthropologie, Valeri Tischkow, hat am Mittwoch gegenüber Journalisten angekündigt, dass das Gremium am Donnerstag zu seiner ersten Sitzung zusammentritt, um den Arbeitsplan zu besprechen. "Ich denke, wir erörtern auch, wie wir auf den ,Karikaturen-Krieg' und die Kollisionen in der Welt reagieren wollen", führte er aus.

    Der Entwurf der Erklärung werde dem Rat der Gesellschaftskammer, der am Donnerstagabend tagt, vorliegen. Tischkow ging indes nicht auf Einzelheiten des Inhalts ein, doch verhehlte er nicht, dass die Moslems Russlands nach seiner Überzeugung nicht den Weg einer Zuspitzung des Konflikts einschlagen sollten.

    Des Weiteren kündigte er Diskussionen zur Migrationspolitik an, die nach seinem Dafürhalten in eine konstruktivere Bahn gelenkt werden sollte. Vonnöten sei eine gründliche Analyse, welche Vor- und Nachteile ausländische Arbeitskräfte mit sich bringen und wie die Migrationspolitik in der Zukunft aussehen soll. Er persönlich sehe mehr Nutzen als Schaden.

    Gemeinsam mit dem Ministerium für Regionalentwicklung, so teilte Tischkow mit, soll schließlich die Konzeption der nationalen Entwicklung Russlands überarbeitet werden. Die heutige Fassung in ihren Grundzügen unangetastet lassend, müsste der Neuentwurf den Faktor Extremismus berücksichtigen und die Notwendigkeit einer Bekräftigung der gesamtrussischen Bürgeridentität hervorheben: den "Begriff des russischen Volkes als multiethnische Zivilnation".

    Der Ausschuss plant schließlich, den Gesetzentwurf über die Grundlagen der staatlichen Nationalpolitik zu begutachten.

    Tischkow verwies darauf, dass angesehene Vertreter der Konfessionen Russlands dem Ausschuss angehören: Christen, Moslems, Buddhisten und Juden.

    Images (Karikaturen-Skandal)

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