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    Georgien bewertet Friedenskräfte im georgisch-ossetischen Konfliktraum subjektiv

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Beim Stab der Gemischten Kräfte zur Friedenserhaltung im georgisch-ossetischen Konfliktraum ist von georgischer Seite keine Anfrage über die Ergebnisse der Tätigkeit der Friedenskräfte eingegangen.

    Das geht aus einer Erklärung des Befehlshabers der Friedenskräfte, Generalmajor Marat Kulachmetow, hervor, die auf der Web-Seite des Informations- und Pressekomitees von Südossetien veröffentlicht wurde.

    Es sei schwierig, die bevorstehende Entscheidung des georgischen Parlaments über den Abzug der russischen Friedenskräfte aus dem Konfliktraum zu kommentieren. Denn "es erhebt sich vor allem die Frage nach der Unvoreingenommenheit des zu fassenden Beschlusses", so der Generalmajor.

    "Wir haben weder Arbeitsgruppen des georgischen Parlaments noch Vertreter der georgischen Regierung im Konfliktraum gesehen. Ich möchte besonders hervorheben, dass dem vereinten Stab der Gemischten Kräfte zur Friedenserhaltung die genauesten und objektivsten Informationen über die Tätigkeit des Truppenkontingents zur Friedenserhaltung vorliegen. Dabei sind von georgischer Seite noch keine offiziellen Anfragen und Eingaben hinsichtlich der gegenwärtigen Situation und der Ergebnisse der Tätigkeit des Truppenkontingents zur Friedenserhaltung im Konfliktraum beim vereinten Stab eingereicht worden", sagte Kulachmetow.

    Der Befehlshaber betonte: "Die georgische Seite nutzt voreingenommene und einseitige Äußerungen von auf südossetischem Territorium lebenden Georgiern."

    "All diese Äußerungen haben einen russlandfeindlichen Charakter, und das ist verständlich - jeder Georgier, der Russland nicht als seinen Feind betrachtet, wird automatisch zum Feind Georgiens."

    Kulachmetow erinnerte an das vierseitige Format der Friedensmission. Als unabhängiger Schiedsrichter wirke auch die OSZE-Mission in Georgien, die tagtäglich am Friedensprozess beteiligt sei, und eine voreingenommene und einseitige Berichterstattung wäre hier unannehmbar, so der Befehlshaber.

    "Über die Frage des Abzuges des Truppenkontingentes zur Friedenserhaltung aus dem Konfliktraum darf - entsprechend den früher unterzeichneten dreiseitigen Abkommen - nicht einseitig entschieden werden, und die Erklärungen georgischer Politiker zur Möglichkeit einer Gewaltanwendung gegen das russische Truppenkontingent zur Friedenserhaltung sind mehr als unangebracht", so der Befehlshaber.

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