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    Iranisches Nuklearproblem kann immer noch diplomatisch gelöst werden

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Es ist immer noch Zeit für die Suche nach einer diplomatischen Lösung des iranischen Nuklearproblems. Das sagte Wladimir Nasarow, Assistent des Sekretärs des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, bei einem Rundtischgespräch über die Entwicklung der Situation um Iran.

    "Die Forderung an Iran, zum Zusatzprotokoll zum Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen (NPT-Vertrag) zurückzukehren, bleibt bestehen. Aber ein Erfolg bei der Entschärfung dieser Krise hängt in vieler Hinsicht von der Geduld und von ausgewogenen Entscheidungen der Diplomaten und Politiker ab", sagte er.

    Bei der Lösung des iranischen Nuklearproblems darf man nicht vergessen, dass Iran vorläufig im Rahmen des Rechtsfeldes bleibt, fügte Nasarow hinzu.

    "Die Handlungen Irans widersprechen nicht den Standardforderungen der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) und den Bestimmungen des NPT-Vertrages. Da Teheran im Rechtsfeld bleibt, sollte man es nicht daraus verdrängen. Aufrufe zu harten Handlungen können die Situation nur zuspitzen. Alle müssen begreifen, dass der Preis der Frage sehr hoch ist", sagte er.

    "Heute gibt es im Nahen Osten sehr viele Kräfte, die an der Anheizung der Situation interessiert sind, um ‚ihr eigenes Süppchen zu kochen'", betonte Nasarow.

    Zugleich verwies er darauf, dass Iran begreifen müsse, dass es ihm nicht gelingen wird, von Widersprüchen Gebrauch zu machen und eine Spaltung unter den Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates herbeizuführen. Die Weltgemeinschaft ist sich über das Wesentliche einig: Der IAEO-Gouverneursrat und Russland halten die Umsetzung des militärischen Nuklearprogramms durch Iran für unannehmbar, sagte der Assistent des Sekretärs des russischen Sicherheitsrates.

    Er erinnerte daran, dass der Vorschlag Moskaus zur Schaffung eines Zentrums für Uran-Anreicherung auf dem russischen Territorium auf dem Verhandlungstisch bleibt. "Das ist eine mögliche Variante für die Entschärfung der Krise. Aber sie darf nicht zu einem Deckmantel für Handlungen werden, die mit den Bestimmungen des Zusatzprotokolls zum NPT-Vertrag divergieren. Der russische Vorschlag muss auf lange Sicht angelegt sein und darf keinen kurzzeitigen Charakter tragen", unterstrich er.

    Nachdem der IAEO-Gouverneursrat auf seiner Sitzung am 3. Februar die Entscheidung getroffen hatte, den UNO-Sicherheitsrat über das iranische Nuklearprogramm zu informieren, wogegen Teheran bis in die jüngste Zeit hinein aufgetreten ist, erklärte der Präsident der Islamischen Republik, Mahmud Ahmadinedschad, die Absicht, auf seinem Territorium den vollen Nuklearzyklus zu schaffen. Übrigens kam der Leiter der iranischen Atomenergieagentur, Gholamreza Agazadeh, später auf die russische Initiative zurück und erklärte, dass eine iranische Delegation am 16. Februar zur Erörterung des Problems in Moskau eintrifft.

    Nasarow sagte, dass die Entscheidung des IAEO-Gouverneursrates von der Absicht zeuge, dieses Problem im Rechtsfeld dieser Organisation zu belassen.

    "Die Möglichkeiten der IAEO für die Lösung des iranischen Nuklearproblems sind durchaus nicht erschöpft, und ihre Experten haben heute die volle Information über den wirklichen Zustand der iranischen Nuklearprogramme", sagte er.

    Bei der Betrachtung des Iran-Problems darf man nicht das Ziel unserer Handlungen vergessen. "Einerseits müssen wir eine solche Entscheidung treffen, die es Iran ermöglicht, seine friedliche Nuklearenergetik zu entwickeln. Andererseits muss diese Entscheidung die Zuversicht der Weltgemeinschaft gewährleisten, dass das iranische Nuklearprogramm ausschließlich einen friedlichen Charakter trägt", schlussfolgerte Nasarow.

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