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    Wem gehört das Joint Venture RosUkrEnergo wirklich?

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    KIEW, 08. Februar (RIA Novosti). Vertreter der ukrainischen Macht und Staatsorgane der Ukraine haben mit dem Joint Venture RosUkrEnergo nichts zu tun. Das erklärte Irina Geraschtschenko, Sprecherin des ukrainischen Präsidenten, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kiew.

    "RosUkrEnergo war vor einigen Jahren gegründet worden. Deshalb liegt es klar auf der Hand, dass niemand von der neuen Macht der Ukraine eine Beziehung zu diesem Unternehmen hat." "Präsident Juschtschenko hatte die zuständigen Organe angewiesen zu klären, wer hinter RosUkrEnergo steckt. Keine einzige staatliche Struktur sei juristisch im Unternehmen vertreten, lautete die Antwort", sagte Geraschtschenko.

    Am Vortag hatte der russische Präsident Wladimir Putin den nicht russischen 50-prozentigen Anteil an RosUkrEnergo als "nicht transparent" bezeichnet und ihn dem ukrainischen Besitz zugeordnet. Ihm sei nicht bekannt, wer hinter dem ukrainischen Anteil am russisch-ukrainischen Gemeinschaftsunternehmen RosUkrEnergo unter dem Aushängeschild der österreichischen Raiffeisenbank stehe, sagte Putin.

    "RosUkrEnergo ist ein russisch-ukrainisches Gemeinschaftsunternehmen. 50 Prozent seiner Anteile gehören dem russischen Partner Gasprom. Wem die restlichen 50 Prozent gehören, davon weiß ich nichts", sagte Putin am Dienstag in einem Interview für spanische Medien in Moskau.

    Ein spanischer Reporter sagte, Juschtschenko behaupte, dass es in dem Unternehmen keinen einzigen Ukrainer gebe. "Fragen Sie lieber Juschtschenko. An RosUkrEnergo ist zu 50 Prozent Gasprom und zu 50 Prozent die ukrainische Seite beteiligt", antwortete Putin.

    Er habe dem ukrainischen Staatschef gesagt, Russland werde nur begrüßen, wenn diese restlichen 50 Prozent der Anteile unmittelbar von Naftogas Ukrainy kontrolliert würden. Aber die ukrainische Seite habe das nicht getan. "Ich weiß nicht, wer sich hinter dem Aushängeschild der Raiffeisenbank versteckt. Sie wissen das auch nicht. Auch Gasprom hat keine Ahnung davon. Glauben Sie mir, ich sage Ihnen, dass es sich um einen ukrainischen Anteil handelt. Deshalb richten Sie ihre Fragen lieber an die ukrainische Seite", fuhr Putin fort.

    Der Vorschlag, nach dem das russische Gas an die Ukraine von RosUkrEnergo geliefert werden soll, sei von Kiew unterbreitet worden. Wir stimmten zu", sagte Putin. Für Russland sei es wichtiger gewesen, dass der Gaspreis nach einem Sondermodus bestimmt werde.

    Der russische Präsident erinnerte daran, dass Russland und die Ukraine bereits seit 15 Jahren über Marktpreise für das Gas verhandelt hätten. "Im März 2005 hatte Juschtschenko mir in Kiew vorgeschlagen, die Beziehungen zwischen beiden Ländern im Energiebereich auf Marktpreise umzustellen. Ich stimmte zu."

    Darauf habe die ukrainische Seite jegliche Verhandlungen auf Unternehmensebene vermieden. Sie habe sich einfach versteckt. "Selbst, als Gasprom-Vertreter zu Verhandlungen nach Kiew kamen, liefen sie (die zuständigen Gesprächspartner) einfach auseinander. Der eine reiste nach Brüssel, die anderen noch irgendwohin. Es gab keine Ansprechpartner." Er sei sicher, dass die Sache absichtlich bis November in die Länge gezogen worden sei, damit Russland die Schuld für ausgekühlte Wohnungen in der Ukraine im extrem kalten Winter in die Schuhe geschoben werden könnte, sagte Putin.

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