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    RIA Novosti-Kurznachrichten vom Mittwoch, 08. Februar 2006

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    Ukraine will Hintergrundinformationen zu Rosukrenergo

    KIEW (RIA Novosti). Die ukrainische Staatsführung will klären, wem das russisch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen Rosukrenergo gehört, über das die Ukraine mittelasiatisches und russisches Erdgas bezieht. Das sagte der ukrainische Premier Juri Jechanurow am Mittwoch in einer Regierungssitzung. Er beauftragte das Ministerium für Brennstoff und Energie, die Informationen über die Tätigkeit und die Gründer von Rosukrenergo bekannt zu geben. Rosukrenergo wurde 2004 gegründet. 50 Prozent seiner Anteile gehören dem russischen Gaskonzern Gasprom, die übrigen 50 Prozent der Raiffeisenbank. Am Vortag hatte der russische Präsident Wladimir Putin den nicht russischen 50-prozentigen Anteil an Rosukrenergo als "nicht transparent" bezeichnet und ihn dem ukrainischen Besitz zugeordnet. Am Mittwoch erklärte eine Sprecherin des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko, der ukrainische Staat habe mit Rosukrenergo nichts zu tun.

    Prozess gegen Synagogen-Amokläufer beginnt nächste Woche

    MOSKAU (RIA Novosti). Der Prozess gegen Alexander Kopzew, der Anfang Januar in einer Moskauer Synagoge ein Blutbad angerichtet hatte, beginnt am 14. Februar im Moskauer Stadtgericht, erfuhr RIA Novosti am Mittwoch aus dem Gericht. Zuvor hatte der Moskauer Anwalt Anatoli Sujew unter Berufung auf die Ermittler mitgeteilt, dass Kopzew weder Drahtzieher noch Mittäter hatte. Der Täter gehöre weder nationalistischen noch extremistischen Organisationen an, sagte der Staatsanwalt. Der 20-jährige war am 11. Januar in eine Moskauer Synagoge eingedrungen und hatte wahllos mit einem Messer auf Gläubige eingestochen. Neun Menschen wurden verletzt.

    Ukraine: "orange Revolutionäre" wollen Wahlkoalition bilden

    MOSKAU (RIA Novosti). Im Vorfeld der Parlamentswahlen vom 26. März in der Ukraine wollen Anhänger der "orange Revolution" eine Wahlkoalition bilden. Das teilte Wladislaw Kaskiw, Berater des ukrainischen Präsidenten, am Mittwoch in einer Pressekonferenz bei RIA Novosti mit. Laut Kaskiw, der auch dem Wahlblock "PORA-PRP" vorsteht, werden die Verhandlungen darüber zwischen den Vertretern der Blocks "Unsere Ukraine", "PORA-PRP", des Blocks der entlassenen ehemaligen Regierungschefin Julia Timoschenko sowie von einer Reihe anderer Parteien geführt. Laut Studien des ukrainischen Instituts für soziale Technologien gilt die oppositionelle "Partei der Regionen" von Ex-Premier Viktor Janukowitsch knapp zwei Monate vor der Parlamentswahl in der Ukraine als klarer Favorit. Bei der jüngsten Umfrage hatten 23,7 Prozent der Ukrainer angegeben, sie würden ihre Stimme für Janukowitschs Partei abgeben. Die Partei des jetzigen Präsidenten Viktor Juschtschenko, "Volksunion. Unsere Ukraine", fand lediglich bei 13,2 Prozent der Ukrainer Unterstützung.

    Abkommen zu ITER-Reaktor in Aussicht

    MOSKAU (RIA Novosti). Das Abkommen über den Bau des Internationalen thermonuklearen Versuchsreaktors (ITER) kann von den internationalen Partnern im August bzw. September des laufenden Jahres unterzeichnet werden. Das teilte Jewgeni Welichow, Präsident des Moskauer Kurtschatow-Instituts für Kernphysik und Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, am Mittwoch mit. Der Reaktor soll in der Stadt Cadarache im Süden Frankreichs errichtet werden. "Wir hoffen, dass die sieben Partner - Russland, China, die USA, Korea, Indien, Japan und Europa - im August bzw. September das Abkommen über den Bau von ITER unterzeichnen werden", sagte Welichow. Er drückte die Hoffnung aus, dass die Entwicklung der Atomenergetik auf dem bevorstehenden G8-Gipfel in Sankt Petersburg internationale Unterstützung findet.

    Abkommen über Visaerleichterungen zwischen Russland und EU unterschriftsreif

    MOSKAU (RIA Novosti). Das Abkommen über die Vereinfachung der Visaformalitäten zwischen Russland und der EU ist praktisch fertig, teilte Sergej Jastrschembski, Beauftragter des russischen Präsidenten für Beziehungen mit der Europäischen Union, mit. Das Dokument sei "praktisch paraphiert", hieß es. Die Arbeit konzentriere sich jetzt hauptsächlich auf die "sprachliche Abstimmung innerhalb der EU", weil das Dokument in 20 Sprachen übersetzt werden müsse. Jastrschembski hofft, dass das Abkommen bis zum Ende dieses Jahres ratifiziert wird.

    Neues tschetschenisches Parlament legt Schwerpunkt auf Schutz der Menschenrechte

    MOSKAU (RIA Novosti). Seit 1991 sind in Tschetschenien über 2 700 Menschen entführt worden bzw. spurlos verschwunden. Das im Herbst vergangenen Jahres gewählte tschetschenische Parlament will daher den Schwerpunkt seiner Rechtsschöpfung auf den Schutz der Menschenrechte legen. Dies teilte Dukwacha Abdurachmanow, Vorsitzender des tschetschenischen Parlaments, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Moskau mit. Das Parlament werde sich auf die Ausarbeitung der notwendigen Rechtsbasis konzentrieren, versprach er. Außerdem arbeite das Parlament zurzeit an einem Plan, um die Rückkehr der geflohenen russischsprachigen Bevölkerung und anderer Flüchtlinge zu stimulieren, die infolge der zwei Kriege in den zurückliegenden zehn Jahren aus Tschetschenien ausgewandert sind. In seiner Stellungnahme zur allgemeinen Situation in Tschetschenien stellte Abdurachmanow fest, dass die Kaukasus-Republik in den letzten sechs Jahren in der Volkswirtschaft und im Sozialbereich bedeutende Fortschritte gemacht habe.

    Rosatom-Chef warnt vor schwerer Energiekrise in Russland

    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Der Chef der russischen Atomenergiebehörde Sergej Kirijenko setzt sich für den Bau neuer Kraftwerke ein, um eine mögliche Energiekrise zu verhindern. Der Anteil der Atomenergie an der gesamten Energieerzeugung müsse erhöht werden, sagte Kirijenko am Mittwoch bei seinem Treffen mit der Belegschaft des Moskauer Kurtschatow-Instituts für Kernphysik. Russland nähere sich einer Etappe an, wo ihm "eine noch nie dagewesene neue Energiekrise" drohe, konstatierte Kirijenko. Der Stromverbrauch in Russland wachse jetzt um 50 Prozent schneller, als dies in der Energiestrategie festgeschrieben ist, argumentierte er.

    Iwanow reist zu informellem Treffen der Nato-Verteidigungsminister

    MOSKAU (RIA Novosti). Der russische Vizepremier und Verteidigungsminister Sergej Iwanow reist am Donnerstag nach Italien, um am informellen Treffen der Verteidigungsminister des Russland-Nato-Rates teilzunehmen, erfuhr RIA Novosti aus dem Verteidigungsministerium in Moskau. Das Treffen findet am 9. und 10. Februar in Taormina statt. Vor seinen Nato-Kollegen wird Iwanow einen Vortrag halten, in dem es unter anderem um die Kooperation zwischen Russland und der Nato geht.

    Moskauer Börse: Euro sinkt weiter

    MOSKAU (RIA Novosti). Der Euro ist am Mittwoch an der Moskauer Interbanken-Devisenbörse (MICEX) um weitere 1,96 Kopeken gesunken. Der Tagesdurchschnitt belief sich bei Today-Verrechnungen auf 33,8413 Rubel für einen Euro. Laut Presseamt der MICEX gab es am Mittwoch insgesamt 197 Vertragsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von 13,677 Millionen Euro. Der Tagesdurchschnitt des US-Dollars lag am Mittwoch bei Tomorrow-Verrechnungen bei 28,2642 Rubel für einen Dollar und somit um 1,18 Kopeken über dem Stand vom Vortag. Dem Presseamt zufolge kamen am heutigen Handelstag 113 Dollar-Abschlüsse in Höhe von insgesamt 131,85 Millionen Dollar zustande.

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