02:34 20 August 2017
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    Abzug der russischen Friedenskräfte aus Südossetien kann die Situation verschärfen

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    MOSKAU, 14. Februar (RIA Novosti). Der Abzug der russischen Friedenskräfte aus Südossetien und Abchasien könnte eine Verschärfung der dortigen Konflikte heraufbeschwören. Das sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Konstantin Kossatschow, am Dienstag vor Journalisten.

    "Ein künstliches Verdrängen der russischen Friedenssoldaten aus den Konflikträumen, die dort die einzige Funktion - das Auseinanderhalten der Seiten - erfüllen, könnte zum Auftauen der Konflikte und zu ihrem Eintritt in eine heiße Phase führen", sagte der Abgeordnete.

    Der georgische Verteidigungsminister Irakli Okruaschwili hatte am vergangenen Sonntag erklärt, die Kontrolle von Tiflis über Südossetien werde bis Ende 2006 wiederhergestellt.

    Dem russischen Parlamentarier zufolge hat Tiflis den äußerst gefährlichen Weg der Eskalation der Konflikte betreten, die seit mehr als zehn Jahren eingefroren sind.

    Laut Kossatschow versucht Tiflis, Russland auf künstliche Weise als Vermittler zwischen beiden Seiten sowie als ein Land darzustellen, das die Verantwortung für die Beilegung der Konflikte trägt.

    "Sowohl das eine als auch das andere ist im Grunde falsch", betonte der Ausschussvorsitzende. "Der Konflikt zwischen Tiflis und Suchumi in dem einen Fall und der Konflikt zwischen Tiflis und Zchinwali im anderen Fall bedeuten Konflikte zwischen den Menschen, die auf den jeweiligen Territorien leben, und eine Konfliktlösung ist nur mit Zustimmung dieser Menschen möglich."

    Weder die Einwohner von Südossetien noch die Einwohner von Abchasien seien jetzt bereit, solche Vereinbarungen mit Tiflis einzugehen.

    "Sie haben kein Vertrauen zu Tiflis wegen der grausamen verbrecherischen Handlungen der georgischen Seite im Jahr 1992 beziehungsweise im Jahr 1994, als die georgische Führung von der Aufhebung der Autonomien sprach", so der Abgeordnete.

    Er fügte hinzu, dass die jüngsten Handlungen der georgischen Führung, die den autonomen Status von Adscharien eingeschränkt haben, "ebenfalls als Signal wahrgenommen werden, das keineswegs der Beruhigung der Situation dient".