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    RIA Novosti-Kurznachrichten vom Dienstag, 14. Februar 2006

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    Putin und Merkel erörtern Streit um iranisches Atomprogrammtin

    MOSKAU (RIA Novosti). Der russische Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben am Dienstag in einem Telefongespräch die Situation um das iranische Atomprogramm erörtert. Die Unterredung fand auf Wunsch der deutschen Seite statt. Nach Angaben des Pressedienstes des Kremls brachten die beiden Politiker auch Fragen zur Sprache, die die friedliche Regelung im Nahen Osten betreffen. "Putin und Merkel bekundeten ihre Genugtuung über den hohen Grad der gegenseitigen Verständigung wie auch die Absicht, die enge Koordinierung fortzusetzen", heißt es in der Mitteilung. Putin und Merkel erörterten zudem die Vorbereitungen zu den für April 2006 geplanten russisch-deutschen zwischenstaatlichen Konsultationen auf höchster Ebene.

    Gemeinsame Erklärung von Russland und Frankreich zur Nutzung der Atomenergie

    MOSKAU (RIA Novosti). Russland und Frankreich haben am Dienstag eine gemeinsame Erklärung zur Nutzung der Atomenergie angenommen. Darin forderten sie den Iran auf, alle Forderungen der Atomenergie-Organisation (IAEO) zu erfüllen und sämtliche Aktivitäten im Bereich der Uran-Anreicherung und der Uran-Wiederaufbereitung einzustellen. Dabei betonten beide Staaten das "legitime Recht des iranischen Volkes auf friedliche Atomenergetik. Russland und Frankreich setzten sich ferner für ein internationales Verbot der Produktion von waffenfähigen Spaltstoffen ein. Außerdem sprachen sie sich für den gleichen Zugang aller Staaten, die keinen eigenen Kernbrennstoffzyklus haben, zu den Dienstleistungen auf dem Gebiet der Uran-Anreicherung aus.

    Iran bietet Garantien für friedliche Nutzung der Atomenergie an

    JEREWAN (RIA Novosti). Der Iran ist bereit, Garantien dafür zu gewähren, dass seine Atomaktivitäten ausschließlich friedlichen Zwecken dienen. Das sagte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki am Dienstag in Jerewan (Armenien). Dabei bekräftigte Mottaki, sein Land sei berechtigt, die Atomenergie zu friedlichen Zwecken zu nutzen. Er forderte die Weltgemeinschaft und insbesondere den Gouverneursrat der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) auf, dieses Recht des Iran zu respektieren. Iran wird sein Recht auf friedliche Atomenergiewirtschaft verteidigen, bekräftigte Mottaki. "Die jüngsten Kundgebungen mit Millionen von Teilnehmern in unserem Land zeugen davon, dass unser Volk die atomare Apartheid nicht hinnehmen wird."

    Wiederaufnahme der russisch-iranischen Atomgespräche am 20. Februar

    TEHERAN (RIA Novosti). Iranische Unterhändler werden am 20. Februar nach Moskau kommen, um die Gespräche über den russischen Vorschlag zur Urananreicherung fortzusetzen. Dies teilte Dschawad Waidi, stellvertretender Sekretär des iranischen Sicherheitsrats, am Dienstag vor Journalisten mit. Am gleichen Tag bestätigte der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki, dass der russische Vorschlag, Uran in Russland anzureichern, noch nicht vom Tisch sei. Als möglichen Ausweg aus dem Streit um das iranische Atomprogramm hatte Russland dem Iran vorgeschlagen, das Uran für die iranische Atomindustrie in Russland anzureichern und hierfür ein Joint Venture zu gründen. Die einschlägigen russisch-iranischen Gespräche waren zunächst für den 16. Februar geplant. Doch am Montag kündigte Teheran einen Aufschub an.

    Frankreichs Premier befürwortet Kontakte zwischen Russland und Hamas

    MOSKAU (RIA Novosti). Der französische Premierminister, Dominique de Villepin, hofft, dass Kontakte mit Russland die Hamas-Bewegung zu einer Evolution ihrer Position führen. "In letzter Zeit beobachten wir die Situation in Palästina aufmerksam ", erklärte er vor Journalisten in Moskau. Der französische Premier betonte, dass die Hamas-Bewegung Israel anerkennen müsse.

    Werbung sogt für Skandal bei Olympiade

    MOSKAU (RIA Novosti). Die Werbung auf der Olympiaausstattung der russischen Olympiamannschaft in Turin hat für einen Skandal gesorgt. Ein Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees habe sich darüber bei der russischen Sportführung beschwert, erfuhr RIA Novosti von der russischen Delegation in Turin. Der Presseattaché des Russischen Olympiakomitees, Gennadi Schwez, erklärte in einem Interview für RIA Novosti, dass der Zwischenfall mit der Ausstattung der russischen Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Turin "restlos ausgeräumt" sei. "Vorfälle dieser Art gibt es bei sportlichen Großveranstaltungen ziemlich häufig, doch von Sanktionen gegenüber der russischen Mannschaft kann keine Rede sein", stellte er klar. Die für Werbung zuständige Abteilung des IOC habe nach seinen Worten beanstandet, dass die Kleidung der russischen Olympioniken zwei Logos der Firma Bosco aufgewiesen habe. Erlaubt sei indessen nur ein Firmenlogo.

    Russisch-französischer Handel 2006 voraussichtlich bei zehn Milliarden Dollar

    MOSKAU (RIA Novosti). Russlands Ministerpräsident Michail Fradkow hofft, dass der russisch-französische Handel in diesem Jahr die Marke von zehn Milliarden Dollar erreichen wird. Bei seinem Treffen mit dem französischen Premierminister Dominique de Villepin äußerte Fradkow, dass der bilaterale Handel beider Staaten jährlich um 25 bis 30 Prozent zulege. 2005 betrug er neun Milliarden Dollar.

    Extremfrost schützte Moskauer Stromversorgung vor Pannen

    MOSKAU (RIA Novosti). Die extreme Kälte in Moskau hat Ende Januar bis Anfang Februar mögliche Pannen im Moskauer System der Stromversorgung verhindert, sagte Andrej Rappoport, Vorstandschef des Stromversorgers Federalnaja Setewaja Kompanija. Obwohl die Kapazitäten der wichtigsten Moskauer Umspannwerke bei den Frösten um bis zu 23 Prozent überschritten wurden, haben die tiefen Lufttemperaturen von minus 30 Grad die Überhitzung der Transformatoren verhindert. "Hätten die Temperaturen bei minus zehn Grad gelegen, so wären die Transformatoren einfach explodiert", sagte Rappoport.

    Welturaufführung des chinesischen "Schwanensees" in Moskau

    MOSKAU (RIA Novosti). Am 17. bis 19. März wird im Staatlichen Kremlpalast zu Moskau die Welturaufführung einer phänomenalen akrobatischen Fassung des "Schwanensee-Balletts" stattfinden. Die Inszenierung zu Tschaikowskis Musik stammt von einer Akrobaten-Truppe aus Schanghai. "Unser Ziel bei der Arbeit an dieser Show bestand vor allem darin, dem chinesischen Zuschauer zu einem tieferen Eindringen in die russische Musik und zu einem Urteil über das russische Ballett zu verhelfen", sagte der Direktor der Truppe Li Ming. Dieses akrobatische Ballett, an dem binnen dreier Jahre geschliffen worden sei, habe 5 Millionen Dollar gekostet. Den Stoff habe natürlich das große Ballett geliefert, betonte Li Ming. Was die Musik betreffe, so habe man Tschaikowskis Partitur ohne jede Kürzung genommen. Maxim Nikulin, Direktor des Moskauer Zirkus, und die bekannte Ballerina Nina Semisorowa, frühere Solistin des Bolschoi-Balletts, betonten auf der Pressekonferenz, dass die Show beide Genres - Zirkus und Ballett - organisch verbinde.

    Moskauer Börse: Euro offenbar im Abwärtstrends

    MOSKAU (RIA Novosti). Der Euro ist am Dienstag an der Moskauer Interbanken-Devisenbörse (MICEX) um 4,57 Kopeken gesunken. Der Tagesdurchschnitt belief sich bei Today-Verrechnungen auf 33,5813 Rubel für einen Euro. Laut Presseamt der MICEX gab es am Dienstag insgesamt 162 Vertragsabschlüsse mit einem Gesamtvolumen von 9,663 Millionen Euro. Der Tagesdurchschnitt des US-Dollars belief sich am Dienstag bei Tomorrow-Verrechnungen auf 28,1844 Rubel für einen Dollar und somit 5,25 Kopeken weniger als am Vortag. Dem Presseamt zufolge kamen am heutigen Handelstag 99 Dollar-Abschlüsse in Höhe von insgesamt 164,906 Millionen Dollar zustande.

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