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    Verteidigungsminister: Streitkräfte sind eines der gesetzestreuesten Institute der russischen Gesellschaft

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    MOSKAU, 15. Februar (RIA Novosti). In der Mehrheit der Armeeverbände sind seit mehreren Jahren keine Rechtsverletzungen mehr registriert worden. Das konstatierte der russische Vizepremier und Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Mittwoch im Rahmen einer "Regierungsstunde" in der Staatsduma.

    Der Minister räumte zugleich ein, dass es "mit Problemen belastete Verbände gibt, mit denen wir uns gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft auseinandersetzen werden".

    Iwanow zufolge sind jetzt gemeinsam mit örtlichen Staatsanwaltschaften spezielle Arbeitsgruppen gebildet worden, die in besorgniserregenden Verbänden eingesetzt werden.

    Der Verteidigungsminister verwies auf einen Rückgang der Zahl von Verbrechen bzw. Zwischenfällen im vergangenen Jahr in den Streitkräften, die heutzutage eines der gesetzestreuesten Institute der russischen Gesellschaft seien.

    Nach Iwanows Angaben hat sich die Gesamtzahl von Delikten im Jahre 2005 um 16,5 Prozent verringert.

    "Im Verteidigungsministerium werden alle notwendigen Maßnamen zur Prophylaxe und Unterbindung von Rechtsverletzungen in den russischen Streitkräften ergriffen."

    Der Minister ging auf den Zwischenfall mit dem Mannschaftssoldaten Andrej Sytschow ein, der von Dienstälteren in der Panzerschule Tscheljabinsk misshandelt und verkrüppelt worden war. Als Entschädigung wird Sytschow ein solides Versicherungsgeld ausgezahlt. Außerdem wurde der vierköpfigen Familie des Soldaten eine Dreizimmerwohnung in Jekaterinburg zur Verfügung gestellt.

    Sytschow wird zurzeit im Hauptmilitärkrankenhaus "Burdenko" in Moskau behandelt.

    Der Minister bemerkte, dass sich die Erscheinungsformen der "Dedowschtschina" ("Großväterherrschaft" - Schikanen von Altgedienten gegenüber Rekruten) ständig wandeln. "Wurden früher offene Körperverletzungen zugefügt, handelt es sich heute um raffiniertere Methoden", so Iwanow.

    * * *

    Wie der Hauptmilitärstaatsanwalt Alexander Sawenkow mitteilte, sind im Zusammenhang mit dem Fall in der Panzerschule Tscheljabinsk elf Strafverfahren anhängig. Als Ergebnis wurden zwölf Militärangehörige zur strafrechtlichen Verantwortung gezogen. Drei von ihnen stehen unter Arrest.

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