16:32 16 Januar 2018
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    Rosatom-Chef besucht Kernkraftwerk in Bushehr

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    TEHERAN, 26. Februar (RIA Novosti). Der Chef der Russischen Föderalen Agentur für Atomenergie (Rosatom), Sergej Kirijenko, der als Leiter einer russischen Delegation in Teheran weilt, besucht heute das Kernkraftwerk Bushehr, das russische Spezialisten in Iran bauen.

    Der Rosatom-Chef wird Einblick in Bau- und Montagearbeiten nehmen sowie eine Reihe von Arbeitsberatungen mit Leitern der bauausführenden Betriebe und Vertretern des Auftraggebers durchführen.

    Wie Kirijenko am Samstag in Teheran erklärte, sieht Russland keine politischen Hindernisse für die Vollendung des Baus und ist daran interessiert, dass das Kernkraftwerk so schnell wie möglich in Betrieb genommen wird.

    Ein Mitglied in der russischen Delegation teilte der RIA Novosti mit, dass der Rosatom-Chef während seines Besuches im Kernkraftwerk Bushehr auch über die Kernbrennstoff-Lieferungen sprechen wird. Ihm zufolge ist der Brennstoff schon lieferbereit und befindet sich in einem Werk in Nowosibirsk.

    Iran bewertet die Zusammenarbeit mit Russland im Atombereich positiv. "Wir haben beim KKW-Bau in Bushehr sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit russischen Organisationen gesammelt. Natürlich bieten wir russischen Organisationen besondere Bedingungen bei der Teilnahme an einer Ausschreibung für den Bau neuer Kraftwerke an", sagte der iranische Wirtschafts- und Finanzminister Dawud Danesch-Dschafiri am Samstag.

    Ihm zufolge sind alle Aspekte unserer Zusammenarbeit, ausgenommen einige kleinere Fragen, die zur Verzögerung der Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes Bushehr geführt haben, eindeutig positiv.

    Den ersten Energieblock des KKW in Bushehr mit einem Wert von etwa eine Milliarde US-Dollar baut das russische Unternehmen Atomstroiexport entsprechend einem Vertrag, der im Januar 1995 unterzeichnet wurde. Dieser Vertrag beruht auf einem Abkommen zwischen den Regierungen Russlands und Irans vom 25. August 1992 über Zusammenarbeit beim Bau eines Kernkraftwerkes auf dem iranischen Territorium.

    Faktisch setzte die russische Seite 1998 den Bau des KKW Bushehr fort. Ursprünglich hatte Siemens den Bau 1974 begonnen, ihn aber aus politischen Gründen später eingestellt.

    Gegenwärtig arbeiten russische und iranische Organisationen an der Fertigstellung des Energieblocks mit einem WWER-1000. Es war geplant, den Energieblock im vierten Quartal 2006 in Betrieb zu nehmen.

    Bei diesen Arbeiten sind etwa 3700 russische Spezialisten beschäftigt. Die Ausbildung des iranischen Bedienungspersonals steht vor dem Abschluss.

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