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    Russland und Türkei kontrollieren Schifffahrt auf dem Schwarzen Meer

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    ISTANBUL, 26. Februar (RIA Novosti). Russland und die Türkei haben mit der praktischen Realisierung der "Schwarzmeer-Initiative" zu Kontrollen über die Schifffahrt begonnen. "Ziel der Aktion ist unter anderem die Verhinderung illegaler Waffen- und Drogentransporte durch das Schwarze Meer", sagte der Befehlshaber der russischen Kriegsmarine, Wladimir Massorin, am Sonntag in Istanbul.

    "Wir sind der Ansicht, dass das Schwarze Meer von den Anrainerstaaten kontrolliert werden muss, weil nur sie selbst zu solchen Kontrollen fähig sind", sagte der Militär in einem RIA-Novosti-Gespräch. "Es gehört sich nicht, dass solche Kontrollen von Schiffen von NATO-Ländern durchgeführt werden, die nicht Schwarzmeer-Anrainer sind", fuhr Massorin fort.

    Admiral Massorin hält sich seit dem vergangenen Freitag in Istanbul auf, um einen Schiffsverband der Schwarzmeerflotte Russlands im Bosporus zu empfangen. Zum Verband gehören der Raketenkreuzer "Moskwa", das große Landungsschiff "Asow" und zwei Begleitschiffe.

    Am Sonntag hatte Massorin mit dem Befehlshaber der türkischen Kriegsmarine, Admiral Yener Karahanoglu, verhandelt. Auf der Tagesordnung der Gespräche standen die bilaterale Kooperation wie auch die Durchführung der Operation "Schwarzmeer-Harmonie".

    Am Montag nimmt der russische Flottenverband an einem Manöver mit der türkischen Marine teil. Admiral Massorin wird die Übung von Bord der "Moskwa" verfolgen. Darauf hin nimmt der Flottenverband Kurs auf Sewastopol auf der Krim, wo die Schiffe nach Angaben des Befehlshabers der "Moskwa", Alexander Schtscherbizki, am 1. März erwartet werden.

    Die Operation "Schwarzmeer-Harmonie" war von der türkischen Seite vorgeschlagen worden. Das Ziel besteht darin, zu verhindern, dass das Gewässer von NATO-Schiffen kontrolliert wird.

    "Wir sind nicht gegen Besuche in Häfen von Schwarzmeer-Anrainern wie auch nicht gegen bi- und trilaterale Manöver. Das ist eine Angelegenheit eines jeden Staates. Zugleich sind wir der Meinung, dass Kontrollen des Schwarzen Meeres durch Länder, die keine Anrainer sind, wenigstens ein Ausdruck der Missachtung gegenüber den Ländern der Region wären", betonte Massorin.

    Der russische Befehlshaber teilte ferner mit, dass er und sein türkischer Amtskollege Karahanoglu eine nützliche Konferenz abgehalten und Meinungen zur Situation im Schwarzmeerraum ausgetauscht hatten. "Wir stimmten unsere künftigen Kontakte ab und inspizierten Ausrüstungen, die auf unseren Schiffen installiert werden soll. Diese Ausrüstungen sind für eine verschlüsselte Kommunikation zwischen dem Koordinierungszentrum im türkischen Eregli und Schiffen bestimmt, die an der Operation 'Schwarzmeer-Harmonie' teilnehmen werden", sagte Massorin.

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