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    "Moskowski Komsomolez": Optimismus über Perspektiven russisch-iranischen Uran-Abkommens

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    MOSKAU, 28. Februar (RIA Novosti) Die Tageszeitung "Moskowski Komsomolez" bringt am Dienstag Meinungen mehrerer Experten, die ihren Optimismus im Zusammenhang mit Irans Zustimmung für die Gründung eines Joint Ventures mit Russland für die Urananreicherung äußern.

    Jewgeni Satanowski, Präsident des Nahost-Instituts: Wenn Iran seine Einstellung zur Zusammenarbeit mit Russland nicht ändert, so werden die erzielten Vereinbarungen die Möglichkeit bieten, einen großen regionalen Krieg zu verhindern, der erst vor kurzem praktisch unvermeidbar erschien. Allein schon die Tatsache, dass Iran den russischen Initiativen theoretisch zugestimmt hat, ist bereits ein überaus großer Durchbruch.

    Die USA sind in Irak und in Afghanistan stecken geblieben, während Europa tief im Karikaturen-Skandal versunken ist. Eine weitere Schürung von Spannungen in den Beziehungen mit der moslemischen Welt ist insofern kaum möglich. Die russisch-iranischen Abkommen sind für den Westen wie ein Geschenk Gottes, weil sie ihm die Möglichkeit bieten, das Gesicht zu wahren und Iran in die Bahn zivilisierter Beziehungen mit der internationalen Völkergemeinschaft und auch mit der IAEO zu bringen.

    Sollte es gelingen, den Durchbruch im Iran-Bereich zu festigen, könnte Russland auf einen überaus großen Markt des AKW-Baus in Iran kommen.

    Konstantin Kossatschow, Chef des auswärtigen Staatsduma-Ausschusses: Die Vereinbarung mit Russland ist für Iran die einzige Möglichkeit, einen Kompromiss mit dem Westen hinsichtlich der Urananreicherung zu erzielen. Die Gründung eines Joint Ventures auf dem Territorium Russlands würde die Möglichkeit bieten, den Prozess der Anreicherung iranischen Urans transparent zu machen, obgleich Teheran in der IAEO noch bestätigen müssen wird, dass es das angereicherte Uran für zivile Zwecke und nicht für die Herstellung von Kernwaffen nutzt.

    Russland verfolgt in erster Linie geschäftliche Ziele, die Urananreicherung auf unserem Territorium ist aber nicht das Hauptziel des russischen Angebots. Wir sind an einer anschließenden Zusammenarbeit mit Iran an mehreren Projekten interessiert: Erschließung eines Gasvorkommens in Iran, Beteiligung am Bau von Gaspipelines in andere Länder, Erkundung von Naturressourcen im Raum des Kaspisees und Entwicklung der zivilen Atomenergiewirtschaft.

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