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    Moskau-Besuch von Hamas hebt deren internationalen Status

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    MOSKAU, 06. März (RIA Novosti). Eines der Hauptergebnisse des Besuchs der Hamas-Führungsspitze in Moskau ist die Überwindung der internationalen Isolation der Bewegung und ihre Positionierung auf dem internationalen Schauplatz als Partner für internationale Verhandlungen.

    Diese Auffassung vertrat der Chefberater des Forschungszentrums der Länder des Persischen Golfes (Gulf Research Center) in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), Mustafa al-Aani, in einem telefonischen Interview für RIA Novosti.

    "Dieser Besuch hat sowohl direkte als auch indirekte Ergebnisse gezeitigt. Ein indirektes Ergebnis dieses Treffens besteht darin, dass die Hamas-Bewegung jetzt auf dem internationalen Schauplatz als Partner für internationale Verhandlungen positioniert ist", sagte al-Aani.

    Dem Experten zufolge hat die russische Führung "einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der internationalen Isolation der Hamas-Bewegung geleistet".

    Das Zusammenwirken mit der Bewegung Hamas, die nach dem Sieg im Januar dieses Jahres bei den Parlamentswahlen die Macht in Palästina und nicht die revolutionäre Opposition vertritt, wie das früher der Fall war, muss jetzt als Zusammenwirken mit einem internationalen Partner betrachtet werden, so der Experte.

    "Von diesem Standpunkt aus ist die Initiative der russischen Führung, direkte Kontakte mit der Leitung der Bewegung zu unterhalten, ein richtiger und, was besonders wichtig ist, zeitgemäßer Schritt", bemerkte al-Aani.

    "Die Unveränderlichkeit der Positionen von Hamas und Russland in den Schlüsselfragen der Verhandlungen ist eine gesetzmäßige und natürliche Erscheinung", so der Experte.

    Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Moskauer Treffens war der Austausch von Meinungen, wobei "die Seiten ihre Positionen dargelegt haben".

    "Niemand hat erwartet, dass sich die Position von Hamas oder von Russland bei den Verhandlungen drastisch verändern kann. Die Seiten haben nicht einmal bedeutende gegenseitige Forderungen in Bezug auf eine Änderung ihrer Standpunkte gestellt", sagte al-Aani.

    Diese Verhandlungen haben ferner einen Versuch bedeutet, gemeinsame Berührungspunkte zu finden und Wege des Zusammenwirkens in Zukunft zu bestimmen, so Al-Aani.

    "Das Ergebnis der Verhandlungen der Palästinenser mit der russischen Seite werden wir nach einiger Zeit einschätzen können", sagte Al-Aani abschließend.

    Am Sonntag ist der dreitägige Besuch einer Hamas-Delegation unter Leitung des Chefs des Politbüros der Bewegung, Chaled Maschaal, beendet worden. Während des Besuches waren die Mitglieder der Delegation vom russischen Außenminister Sergej Lawrow empfangen worden. Im Außenministerium fanden Verhandlungen statt. Die russische Seite war vom Vizeaußenminister Alexander Saltanow vertreten. Die Palästinenser trafen sich auch mit dem Vorsitzenden des Rates der Muftis Russlands, Rawil Gainutdin, und mit Patriarch Alexi II. von Moskau und ganz Russland.

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