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    Die Terrorakte im Rayon Gali sollen die Friedenstruppe diskreditieren

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    Die Terroranschläge und Morde im abchasischen Rayon Gali sind darauf gerichtet, dass die georgische Führung den abchasischen Behörden und der Friedenstruppe Unfähigkeit, die Situation dort unter Kontrolle zu halten, anlasten kann.

    SUCHUMI, 09. März (RIA Novosti). Die Terroranschläge und Morde im abchasischen Rayon Gali sind darauf gerichtet, dass die georgische Führung den abchasischen Behörden und der Friedenstruppe Unfähigkeit, die Situation dort unter Kontrolle zu halten, anlasten kann.

    Das sagte der Außenminister der nicht anerkannten Republik Abchasien, Sergej Schamba, am Donnerstag in einem Gespräch mit RIA Novosti. Schamba kommentierte so den Mord an Zivilbürgern, der am Vortag im Dorf Saberio verübt worden war.

    "In den vergangenen Jahren wurden immer neue Terrorgruppierungen nach Abchasien geschickt, die hier Straßen verminten, Verkehrsmittel angriffen und Zivilisten töteten. Dies hat nur ein Ziel: die Unfähigkeit der abchasischen Behörden, die Situation im Rayon unter Kontrolle zu halten, allen vor Augen zu führen und aus diesem Grund eine gemischte Administration einzusetzen", sagte Schamba.

    Auf den Mord vom Vortag eingehend, sagte Schamba, es lägen Augenzeugenaussagen und ein unwiderlegbarer Beweis dafür vor, dass dieses Verbrechen von einer gut bewaffneten und ausgerüsteten, mindestens zwölf Mann starken Gruppierung verübt wurde. Der Minister hob hervor, dass es sich weder um Banditen noch um Kriminelle handelte. "Ihre Ziele waren offenkundig terroristisch", sagte Schamba.

    Ihm zufolge wurden somit ein weiteres Mal die Schlüsse bestätigt, die die gemischte Mission der UNO und der OSZE im Jahre 2000 im Rayon Gali gezogen hatte: Bewaffnete Abteilungen werden von georgischer Seite nach Abchasien entsandt, um Terrorakte zu verüben und auf diese Weise die Unfähigkeit der abchasischen Behörden, die Situation unter Kontrolle zu halten, vor Augen zu führen bzw. aus diesem Grund die Einsetzung einer gemischten Administration zu fordern. Jetzt kommen Forderungen an die Friedenstruppe hinzu.

    Der Minister äußerte die Vermutung, dass in Zukunft Angriffe auf Angehörige der Friedenstruppe selbst begangen werden könnten, um diese unter Druck zu setzen.

    "Das georgische Außenministerium hat erklärt, die abchasischen Behörden und die Friedenstruppe seien ihrer Verpflichtung nicht gewachsen, und wiederholt gefordert, dort Polizeikräfte einzusetzen und in Gali ein UNO-Büro für Menschenrechte zu eröffnen", sagte Schamba. Diese Forderungen, die durch Terrorismus und Diversionsakte bedingt seien, könnten nur als unmenschlich und zynisch, als Druck auf die abchasischen Behörden betrachtet werden, so der abchasische Minister. "Die Antwort - eine eindeutige und definitive - kann nur folgendermaßen lauten: Waren wir früher bereit, all diese Vorschläge zu prüfen, so kann jetzt ein großer Strich darunter gezogen werden. Wir werden im Rayon Gali keine Polizeikräfte einsetzen und kein Büro für Menschenrechte eröffnen."

    Am Mittwoch hatte eine Gruppe von Unbekannten am Ort Gwaschgwerdi nahe des Dorfes Saberio, Rayon Gali, einen Kraftwagen unter Beschuss genommen. Vier Einsassen - zwei Abchasen und zwei Georgier - wurden getötet. Unter den Opfern befindet sich ein kleines Mädchen.

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