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    Armenien und Aserbaidschan werfen einander Verletzung des Waffenstillstands vor

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    Im Dauerkonflikt der ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan um Bergkarabach ist offenbar noch kein Ende in Sicht. Am Donnerstag haben beide Staaten einander Verletzung des vereinbarten Waffenstillstandes vorgeworfen.

    JEREWAN/BAKU, 09. März (RIA Novosti). Im Dauerkonflikt der ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan um Bergkarabach ist offenbar noch kein Ende in Sicht. Am Donnerstag haben beide Staaten einander Verletzung des vereinbarten Waffenstillstandes vorgeworfen.

    Am Donnerstag verlautete aus dem armenischen Verteidigungsministerium, aserbaidschanische Streitkräfte hätten am 7. März armenische Stellungen nahe Idschewan und Schorschi beschossen. Am 8. März dauerte der Beschuss fort, teilte Sejran Schachsuwarjan, Pressesprecher des armenischen Verteidigungsministeriums, der RIA Novosti mit. Ihm zufolge eröffneten die armenischen Verbände kein Gegenfeuer. Opfer gebe es nicht.

    Dabei trat Schachsuwarjan den Behauptungen des aserbaidschanischen Militärs entgegen, laut denen armenische Streitkräfte aserbaidschanische Stellungen im Raum Kasach beschossen haben sollen.

    Das Presseamt des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums erklärte seinerseits, armenische Einheiten hätten am 8. und 9. März aserbaidschanische Stellungen im Rayon Gasachski beschossen. Die aserbaidschanische Seite musste das Feuer erwidern, hieß es. Unter den aserbaidschanischen Armeeangehörigen gebe es keine Opfer.

    Der Rayon Gasachski liegt etwa 500 Kilometer von der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku und ca. 250 Kilometer von der umstrittenen Region Bergkarabach entfernt.

    Nach dem Zerfall der Sowjetunion befinden sich die südkaukasischen Republiken Armenien und Aserbaidschan in einer lang dauernden Auseinandersetzung um Bergkarabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Nachdem sich Bergkarabach 1991 für unabhängig erklärt hatte, kam es zu einem blutigen Krieg. Seit der Ausrufung der Waffenruhe im Jahr 1994 verbesserte sich die Situation nicht wesentlich. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaidschan.

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