11:55 13 Dezember 2017
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    Palästinensischer Botschafter kritisiert den Einsatz in Jericho

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    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Mit seinem groß angelegten Truppeneinsatz in Jericho wollte Israel die Bildung der neuen Regierung in Palästina vereiteln, erklärte der palästinensische Botschafter in Russland, Bakir Abdel Munem, am Mittwoch in einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.

    Die Geschehnisse in Jericho seien mit dem Wahlkampf in Israel verbunden, urteilte Munem. Kurz nach der Erstürmung des palästinensischen Gefängnisses sei die Popularität der israelischen Regierungspartei Kadima um fünf Punkte gestiegen, argumentierte er.

    Die israelische Armee hat am Dienstag ein palästinensisches Gefängnis in Jericho (Westjordanland) gestürmt. Die Soldaten drangen unterstützt von Panzertechnik und Hubschraubern in das Gefängnis ein, um den wegen Mordes an dem israelischen Tourismusminister Rehavam Zeevi verurteilten Palästinenser Ahmed Saadat und vier seine Komplizen festzunehmen. Kurz vor Beginn der Erstürmung hatten Großbritannien und die USA ihre Aufseher, die das Gebäude bisher gemeinsam mit den Palästinensern überwachten, abgezogen. Beide Staaten kündigten an, sie scheiden aus der Beobachtermission aus.

    Der britische Außenminister, Jack Straw, begründete den Ausstieg seines Landes aus dem Abkommen von Ramallah damit, dass palästinensische Behörden ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und nicht in der Lage seien, die Sicherheit der Beobachter zu gewährleisten.

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