19:23 16 Dezember 2017
SNA Radio
    Politik

    UN-Bericht: Jährlich bis zu 4 Millionen Opfer des Menschenhandels weltweit

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Weltweit fallen jährlich 2 bis 4 Millionen Personen dem Menschenhandel zum Opfer.

    Diese Zahl ist in einem Bericht über den Menschenhandel in Russland enthalten, der am Mittwoch der Öffentlichkeit durch verschiedene zuständige UNO-Organisationen zugänglich gemacht worden ist.

    Laut Bericht wird die Zahl der Opfer des internationalen Menschenhandels mit 600 000 bis 800 000 Personen pro Jahr veranschlagt. Wenn der Menschenhandel im nationalen Rahmen hinzugerechnet wird, dann beläuft sich demzufolge die Zahl auf zwei bis vier Millionen Menschen.

    Nach Südostasien, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgruppe der UNO für Menschenhandel, Karel de Roy, bei der Präsentation, nimmt die Region Ost- und Zentraleuropas, einschließlich des postsowjetischen Raums, den zweiten Platz in der Welt ein. Russland ist ihm zufolge wichtigster Ausgangspunkt, Umschlageplatz und Bestimmungsort für den Handel mit Frauen und Kindern zum Zwecke der sexuellen Nötigung geworden.

    Außerdem sei Russland inzwischen auch Umschlageplatz und Ziel der illegalen Arbeitskräftewanderung zwischen den Staaten, die früher der UdSSR angehört haben, und anderen Nachbarländern geworden. Festgestellt worden seien Fälle des Handels mit Kindern aus Russland und den früheren Republiken der UdSSR zum Zwecke der Pädophilie, der Pornografie und der widerrechtlichen Organentnahme.

    Menschenhandel sei zu einer der profitabelsten Quellen in der Verbrecherwelt geworden, der über einen wachsenden Umsatz bis zu 7 Milliarden US-Dollar verzeichnet, führt die Botschafterin des Guten Willens in der UNO-Verwaltung für Drogen und Kriminalität, Julia Ormond, in dem Bericht an.

    Russland, so wird in dem Bericht vermerkt, ist einer der Schwachpunkte des Kinderhandels. Die vorsichtigsten Schätzungen der Minderjährigen, die sich IN Russland der Prostitution hingeben, gehen von 17 000 Personen aus. Experten meinen, dass von den 100 000 Prostituierten in Moskau 20 bis 25 Prozent minderjährig sind.

    Fachleute gehen des Weiteren davon aus, dass die Zahl der Kinder, die zur Pornografie missbraucht werden, in die Hunderttausende geht. Eine Definition des Begriffs der Kinderpornografie fehle indes im russischen Recht, heißt es in dem Bericht.

    Russland hat die UNO-Konvention gegen die transnationale organisierte Kriminalität und das Ergänzungsprotokoll über die Vorbeugung und Verhinderung von Menschenhandel im Jahre 2000 unterschrieben. Sie sind im März 2004 ratifiziert worden. In diesem Zeitraum wurde der Begriff des Menschenhandels auch im russischen Strafgesetzbuch juristisch definiert.

    Der Bericht hebt die Notwendigkeit hervor, weitere nationale Rechtsnormen auszuarbeiten und Koordinationsmechanismen für den Kampf gegen den Menschenhandel und zum Schutz der grundlegenden Menschenrechte zu schaffen.

    Den Umfang der illegalen Einwanderung nach Russland beziffert der Bericht mit 3 bis 5 Millionen Menschen. Das betreffe auch ganz nachhaltig Minderjährige.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren