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    Südossetien pocht auf internationale Anerkennung des Genozids und Wiedergutmachung durch Georgien

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    MOSKAU, 15. März (RIA Novosti). Die nicht anerkannte Republik Südossetien bereitet einen Appell an internationale Institute vor, um die Anerkennung des Genozids am ossetischen Volk und eine Wiedergutmachung der Schäden zu erwirken, die durch die Handlungen Georgiens entstanden sind.

    Der Beauftragte des südossetischen Präsidenten, Dmitri Medojew, hat auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti festgestellt, dass verschiedene internationale Organisationen zur Diskussion stehen, bei denen der Appell eingereicht werden könne, so unter anderem der Internationale Gerichtshof in Den Haag.

    Von dem Genozid seien alle Nationalitäten betroffen gewesen, die in Südossetien leben, darunter auch Georgier, Russen, Armenier, Juden und andere.

    Das Parlament Südossetiens habe am 27. Februar eine Deklaration über den Genozid am ossetischen Volk durch Georgien in den Jahren 1918 - 1920 und 1989 - 1992 verabschiedet. Gegenwärtig würden die Verbrechen der Regierung Georgiens gegen das Volk Südossetiens dokumentiert, darunter auch unter Berücksichtigung von Ermittlungsergebnissen, die nach den bewaffneten Zusammenstößen vom August 2004 gewonnen worden seien.

    Zchinwali, so sagte der Repräsentant Südossetiens, verfüge über Fakten der Ermordung von friedlichen Einwohnern der Republik nach nationalen Merkmalen und von Kriegsgefangenen, der Geiselnahme, des Schürens nationalen Zwistes und der Kriegspropaganda sowie der Menschenrechtsverletzungen nach nationalen Merkmalen.

    Im Zuge des Konfliktes von 1989 bis 1992 seien in Südossetien mehr als 1000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 100 000 Flüchtlinge seien zu verzeichnen gewesen. In den Preisen von 1992 beziffere sich der Schaden auf 18,2 Milliarden US-Dollar, stellte Medojew fest.

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