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    "Wedomosti": Russland und Frankreich könnten gemeinsam Rüstungen entwickeln

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    MOSKAU, 12. April (RIA Novosti). Russland könnte zu einem überaus wichtigen Partner Frankreichs in der Rüstungsindustrie außerhalb Europas werden. In Zukunft könnten beide Länder nach Ansicht von Experten sogar gemeinsam Rüstungen entwickeln, schreibt die Tageszeitung "Wedomosti" am Mittwoch.

    Francois Lureau, Chef des Generalamtes für Rüstungen des Verteidigungsministeriums Frankreichs - ein Beamter, der für die gesamte Entwicklungsarbeit und den Einkauf von Rüstungen für die französische Armee zuständig ist, - hat erstmals in Moskau geweilt. Er traf sich mit dem Chef des russischen Generalstabs, Juri Balujewski, und Vertretern des militärisch-industriellen Komplexes, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit.

    Die Einnahmen des französischen Rüstungskomplexes aus der Kooperation mit Russland werden rund eine Milliarde Dollar erreichen. Der Wert der französischen Systeme für die Flugzeuge des Typs Su-30 MKM, die (für 950 Millionen Dollar) an Malaysia geliefert werden, beläuft sich auf 15 Prozent. Bei den Lieferungen von Flugzeugen des Typs Su-30 MKA an Algerien (für 1,5 Milliarden Dollar) macht er zehn Prozent aus.

    Russlands Militärs erörterten mit Lureau Möglichkeiten für die Ausstattung der russischen Su-30-Jagdflugzeuge, die gemäß einem Anfang März geschlossenen Vertrag an Algerien geliefert werden, mit französischen Systemen. "Das Problem wurde positiv geregelt", teilte ein den Verhandlungen nahe stehender Experte mit.

    Frankreich bekundet außerdem Interesse an einer gemeinsamen Entwicklung unbemannter militärischer Flugapparate mit Russland. Russland interessiert sich für das französische System des Erwerbs von Rüstungen. Nach diesem Muster wird derzeit der russische staatliche Rüstungsauftrag reformiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Die Agentur für die Rüstungsbestellungen bei der Regierung, deren Bildung 2007 im März von Vizepremier Sergej Iwanow angekündigt wurde, soll ähnliche Funktionen haben wie das französische Amt, das Lureau leitet.

    Paris ist ein vorrangiger Partner Moskaus im Hightech-Maschinenbau, stellt Konstantin Makijenko, Vizedirektor des Zentrums für Strategien- und Technologienanalyse, fest. "Frankreich sieht ein, dass Russland die einzige strategische Reserve Europas ist, wenn dessen Rüstungsindustrie weiterhin global aktiv bleiben sollte", so der Experte.

    Die Konkurrenz mit den USA auf dem Außenmarkt stimuliert Frankreich und Russland zu einer engen militärtechnischen Zusammenarbeit, meint Iwan Safrantschuk, Experte des Washingtoner Zentrums für Verteidigungsinformation. Nach seiner Ansicht könnte es sogar zu einer gemeinsamen Entwicklung neuer Arten von Rüstungen kommen.

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