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    "Kommersant": Immer mehr Russen für Putins dritte Amtszeit

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    MOSKAU, 12. April (RIA Novosti). Während die Vizeregierungschefs Dmitri Medwedew und Sergej Iwanow als eventuelle politische Nachfolger Wladimir Putins nicht allzu souverän punkten, bekommt die Idee einer Verfassungsänderung, womit der Staatschef die Möglichkeit bekommen soll, mehr als zwei Amtszeiten hintereinander Präsident zu bleiben, immer mehr Anhänger, schreibt "Kommersant" am Mittwoch.

    Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lewada-Zentr im März würden 45 Prozent der russischen Bürger für eine Änderung der Verfassung stimmen, damit der jetzige Präsident zum dritten Mal hintereinander für das Präsidentenamt kandidieren kann (vor einem Jahr waren es 31 Prozent). Weitere 21 Prozent wären bereit, Putins dritte Amtszeit in einem außerordentlichen Fall - Wirtschaftskrise, Krieg oder größere Terrorakte - zu unterstützen.

    "Derzeit haben die Wähler keine klare Meinung über einen Favoriten der nächsten Wahlen", meinen Soziologen. "Klar ist lediglich, dass der Standpunkt des jetzigen Präsidenten und seiner Umgebung für die Schaffung des Images des Siegers ein überaus wichtiger oder sogar der entscheidende Faktor sein wird." 29 Prozent der Befragten sind bereit, für jeden zu stimmen, den der jetzige Präsident zu seinem Wunschnachfolger erklären wird (im April 2005 waren es 30 Prozent).

    Die beiden Personen, die als eventuelle Nachfolger des Präsidenten gelten, sind in letzter Zeit dank einer aktiven Fernsehberichterstattung über ihre Tätigkeit bemerkbarer geworden. "Beide haben im März ihre persönlichen Höchstleistungen hinsichtlich der Vertrauenszahlen erzielt", teilte Leonid Sedow, leitender Mitarbeiter des Lewada-Zentrums, mit. Medwedew vertrauen insgesamt 32 Prozent der Befragten. Iwanow genießt das Vertrauen von 50 Prozent.

    Wichtiger ist aber der Vertrauensstand, der mit einer offenen Frage ermittelt wird, bei der der Befragte selbst den Namen dieses oder jenes Politikers nennt. Bei Iwanow liegt diese Zahl bei elf und bei Medwedew bei sechs Prozent.

    "Sechs Prozent sind die Stufe, von der an man sagen kann, dass der Politiker vom Volk bemerkt wurde", sagt Leonid Sedow. Die Wahlratings von Putins Kronprinzen sehen wie folgt aus: Für Iwanow würden neun Prozent und für Dmitri Medwedew sieben Prozent stimmen."

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