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    Atomproblem Irans ist ein Scheinproblem - es gibt dafür keine gewaltsame Lösung

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    Moskau sieht keinen Anlass, um im Zusammenhang mit den Atomproblemen Irans die Erregtheit anzuheizen. Eine gewaltsame Lösung dafür gibt es ohnehin nicht.

    MOSKAU, 12. April (RIA Novosti). Moskau sieht keinen Anlass, um im Zusammenhang mit den Atomproblemen Irans die Erregtheit anzuheizen. Eine gewaltsame Lösung dafür gibt es ohnehin nicht.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat auf Fragen nach der Erfolgsmeldung Irans über die gelungene Urananreicherung und nach dem Besuch des IAEO-Generaldirektors in Teheran vor voreiligen Schlussfolgerungen gewarnt, denn die Aufregungen würden mitunter überkochen.

    "Unsere Aufgabe besteht darin, es nicht zuzulassen, dass Iran gegen das Regime der Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen verstößt", stellte Lawrow fest. In dieser Frage habe die IAEO das letzte Wort, welche "bisher eine solche, von Iran ausgehende Gefahr nicht festgestellt hat, obwohl noch offene Fragen geklärt werden müssen", so der Minister. Dem sei auch der Teheran-Besuch El Baradeis gewidmet, der Routinecharakter trage. Von ihm würden jedoch Fortschritte in Bezug auf Lösungen erwartet.

    Der Minister bekräftigte abermals, dass Moskau die Zusammenarbeit Irans mit der IAEO befürwortet und Iran zur aktiven Fortsetzung dieser Kooperation aufruft.

    "Was die zunehmende Wahrscheinlichkeit einer gewaltsamen Lösung des Problems angeht, so bin ich überzeugt, dass es eine solche gewaltsame Variante nicht gibt. Darin stimmen alle Länder mit Russland überein", sagte Sergej Lawrow gegenüber Journalisten.

    Er bekräftigte seinen Standpunkt, dass "solche Pläne, sollte es sie denn geben, nicht zur Lösung des Problems beitragen, sondern einen neuen Spannungsherd in der Region" schaffen würden.

    Sergej Lawrow stellte fest, dass alle Verhandlungsteilnehmer, Russland, die USA und das europäische Trio, wiederholt die Notwendigkeit einer politisch-diplomatischen Lösung unterstrichen haben. "Davon gehen auch wir aus. In diesem Format werden wir arbeiten und im Rahmen der IAEO eine Lösung erreichen", erklärte der Minister.

    "Unsere Position ist in Iran bekannt. Ich denke, es wird die richtigen Schritte tun", sagte der Außenminister.

    Er ergänzte, dass "Iran niemals erklärt hat, dass es nach Atomwaffen strebt. Erklärt wurde, dass es beabsichtige, die Kernenergie ausschließlich zu Zwecken der friedlichen Nutzung zu entwickeln."

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