06:50 18 August 2017
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    Hochtechnologien in den Terroristenhänden - neue Gefahr für die Welt

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    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Russlands stellvertretender Außenminister Alexander Jakowenko fordert die internationale Gemeinschaft auf, gemeinsam die neuen Gefahren zu bekämpfen, die sich aus der Nutzung neuester Forschungsergebnisse ergeben.

    Am Montag hat Jakowenko auf der wissenschaftlich-praktischen Konferenz "Wissenschaft, Technologien und internationale Beziehungen in der Globalisierungsepoche" gesagt, dass die ungleichmäßig verlaufenden Prozesse der Globalisierung und der wissenschaftlich-technischen Enwicklung zu einer weiteren Polarisierung der Welt führen.

    "Es stellen sich neue Gefahren für die internationale Sicherheit und Stabilität ein, die mit der Nutzung der neuesten Higch-Tech-Leistungen zusammenhängen", sagte der stellvertretende Außenminister. Die grenzüberschreitende Kriminalität sei im Besitz der neuesten hochtechnologischen Mittel.

    "Die Handlungen der organisierten Verbrechergruppen verursachen alljährlich Milliardenverluste für die Weltwirtschaft", stellte der Diplomat fest.

    Es bestehe auch die Gefahr, dass die Terroristen Hochtechnologien - sowohl zivile als auch solche von militärischer und doppelter Bestimmung - zum Einsatz bringen können. "Moderne Technologien geben den Terroristen die Möglichkeit, die Koordination zwischen ihren, selbst weit auseinander liegenden, Gruppen heimlich zu verwirklichen, Mittel und Informationen über künftige Ziele zu sammeln, in ihren Kreis neue Mitglieder einzubeziehen, unmittelbar Terrorakte zu organisieren und Informationen über ihre Realisierung zu verbreiten. Es ist klar, dass der internationale Terrorismus nicht im Alleingang zu bekämpfen ist", hob der stellvertretende russische Außenminister hervor.

    Seinen Worten zufolge "erlangt das Problem der Sicherheit auf nationaler, regionaler und globaler Ebene gegenwärtig eine qualitativ neue, technologische Dimension". In den Vordergrund trete die Vorbeugung, damit die Gefahren, die sich im Zusammenhang mit dem Prozess der wissenschaftlich-technischen Entwicklung entstehen, unterbunden werden können.

    Ohne abgestimmte Maßnahmen sei es aber unmöglich, gegen solche Gefahren zu kämpfen. Es sei ein kollektives Reagieren auf die neuen Herausforderungen erforderlich, bei dem die legitimen Interessen aller Mitglieder der internationalen Gemeinschaft allseitige Berücksichtigung und Respektierung finden, das Völkerrecht exakt eingehalten und das Potential der internationalen Organisationen weitgehend genutzt wird.

    Gerade darauf zielt die Initiative Russlands ab, setzte Jakowenko fort, unter der UNO-Ägide ein globales System zur Bekämpfung der gegenwärtigen Herausforderungen und Gefahren zu schaffen. Als Beispiel für die Nutzung einer fortschrittlichen wissenschaftlich-technischen Basis zur Festigung der globalen Sicherheit nannte Jakowenko die jüngste Initiative Russlands, ein System von internationalen Zentren zur Urananreicherung zu schaffen.

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