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    Experte schließt israelische Raketen- und Bombenschläge gegen Iran nicht aus

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    Israel könne einen Präventivschlag gegen die iranischen Nuklearobjekte führen. Diese Möglichkeit schließt Sergej Markow, Direktor des Institutes für politische Studien und Chef des Auswärtigen Ausschusses der Gesellschaftskammer Russlands, nicht aus.

    MOSKAU, 24. April (RIA Novosti). Israel könne einen Präventivschlag gegen die iranischen Nuklearobjekte führen. Diese Möglichkeit schließt Sergej Markow, Direktor des Institutes für politische Studien und Chef des Auswärtigen Ausschusses der Gesellschaftskammer Russlands, nicht aus.

    "Es ist höchst wahrscheinlich, dass Raketen- und Bombenschläge gegen Iran nicht von den USA, sondern von Israel geführt werden", sagte Markow am Montag in einer Pressekonferenz in Moskau.

    Nach seiner Ansicht würde Iran daraufhin die Straße von Hormuz sperren, was eine drastische Erhöhung der Ölpreise nach sich ziehen würde.

    Die Entwicklung einer Atombombe durch Iran könnte nicht nur die Situation in dieser Region, sondern auch in der ganzen Welt beeinflussen und zur Schaffung von Nuklearwaffen durch andere Staaten, so durch Nordkorea, Taiwan und Brasilien, führen, sagte der Politologe.

    "Wird eine schiitisch-persische Atombombe gebaut, können die sunnitischen Araber als Antwort ebenfalls Nuklearwaffen schaffen. Darauf könnten analoge Handlungen von Nordkorea, Taiwan und Brasilien folgen", äußerte der Experte.

    Er bemerkte, dass der Bericht über die Situation um das iranische Nuklearprogramm, den der IAEO-Generaldirektor am 28. April erstattet, eher unkonkret ausfallen wird.

    "Dieser Bericht wird - ich bin dessen beinahe gewiss - einen verneinenden Charakter haben. Darin werden höchstwahrscheinlich Schlüsse darüber gezogen, dass derzeit keine Beweise dafür, dass Iran Nukelarwaffen schafft, und keine Beweise für einen rein friedlichen Charakter des iranischen Nuklearprogramms vorliegen", sagte Markow.

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