06:28 23 August 2017
SNA Radio
    Politik

    Festgenommene Tochter des kirgisischen Staatsräsidenten soll freigelassen werden

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 310
    BISCHKEK, 24. April (RIA Novosti). Die am Montag festgenommene Tochter des Ex-Präsidenten von Kirgisien Askar Akajew, Bermet Akajewa, wird in einer halben Stunde nach ihrer Aussage in der Generalstaatsanwaltschaft auf freien Fuß gesetzt.

    Das teilte der stellvertretende Vorsitzende des nationalen Sicherheitsdienstes der zentralasiatischen Republik Kirgisien, Elmursa Satybaldijew, in Bischkek mit. "Bermet Akajewa soll als Zeugin aussagen. Die Vernehmung ist im Gange", sagte er.

    Satybaldijew erinnerte daran, dass Akajewa laut Gesetz nicht länger als für drei Stunden festgehalten werden darf. Er sagte nicht, zu welchem Fall Akajewa aussagen soll.

    Nach Angaben der Pressestelle des nationalen Sicherheitsdienstes war Bermet Akajewa an der kirgisisch-kasachischen Grenze bei der Einreise nach Kirgisien festgenommen worden. "Am 19. April wies die Generalstaatsanwaltschaft in Bischkek den Sicherheitsdienst an, Bermet Akajewa als Zeugin bei der Generalstaatsanwaltschaft vorzuführen", hieß es.

    Wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Bischkek sagte, soll Akajewa Fragen des Untersuchungsrichters in den Straffällen ihres Ehemannes Adil Toigonbajew, ihres Bruders Ajdar Akajew und ihrer Mutter Majram Akajewa beantworten. Der Mutter wird vorgeworfen, Geldmittel zugunsten des internationalen Wohltätigkeitsfonds "Meerim" unterschlagen zu haben.

    Die Präsidententochter wollte in Kirgisien an der Präsentation ihres Buches über die "Tulpenrevolution" von 2005 teilnehmen. Für Dienstag ist ihre Pressekonferenz geplant.

    Nach Akajews Ausreise aus dem Land war gegen seine Angehörigen mehrere Strafverfahren eingeleitet worden. Dem Sohn Ajdar und Bermets Eheman Toigonbajew wird Unterschlagung vorgeworfen.

    Das Strafverfahren gegen Bermet Akajewa selbst wurde eingestellt, nachdem ihr das Mandat als Parlamentsabgeordneten entzogen worden war. Bei der Parlamentswahl vom Februar-März 2005 kandidierte Akajewa in einem Stadtbezirk von Bischkek und erhielt das Mandat. Später erklärte die Zentrale Wahlkommission in Bischkek die Wahlergebniss für ungültig, weil die Generalstaatsanwaltschaft angeblich Verstöße nachgewiesen hatte. Der Beschluss wurde auch vom Gericht bestätigt.

    Ex-Präsident Akajew hatte mehrmals erklärt, dass alle Anschuldigungen gegen seine Familienangehörigen haltlos seien.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren