15:51 18 Dezember 2017
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    "Itogi": Kampf gegen Infektionskrankheiten wird ein Hauptthema beim G8-Gipfel

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    MOSKAU, 02. Mai (RIA Novosti). Russland hat das Problem der Infektionssicherheit als eines der Themen des G8-Gipfels in Sankt Petersburg vorgeschlagen. Zunächst galt es als Reservethema, das Interesse dafür stieg aber.

    Allmählich ist das Thema Infektionen nahezu gleich bedeutend geworden wie das Problem der Energiesicherheit, schreibt Gennadi Onischtschenko, Chef der staatlichen Hygienebehörde Russlands, in der jüngsten Ausgabe des Wochenmagazins "Itogi".

    Damit das Thema die Aufmerksamkeit der Spitzenpolitiker verdient, müssen vier Bedingungen eingehalten werden. Erstens: Das Problem muss alle Staaten betreffen. Zweitens: Das Land, das diese Frage vorschlägt, muss eigene originelle Erfahrungen haben, die für die anderen ein Musterbeispiel sein können. Drittens: Eine kontinuierliche Fortsetzung der bisherigen Beschlüsse. Das 4. Moment besteht darin, dass keine neuen Institutionen gebildet werden sollten. Diese Regel wurde nur einmal verletzt: Nach dem Treffen in Genua wurde beschlossen, einen Globalen Fonds für den Kampf gegen Aids, TBC und Malaria zu gründen.

    Russland schlägt vor, das System des globalen Monitorings von Infektionskrankheiten, u. a. der Vogelgrippe, zu vervollkommnen. Wir glauben ausreichende Ressourcen dafür zu haben, wenn man sich auf die UNO-Institutionen und auf die Weltgesundheitsorganisation stützt. Außerdem erhebt Russland in dieser Frage Anspruch auf eine Spitzenposition unter den Ländern Zentralasiens und Osteuropas. Wir haben Diagnostik-Systeme für die Vogelgrippe entwickelt und getestet. Als beispielsweise auf der Krim die Vogelgrippe-Epidemie ausbrach, haben unsere Experten dort als erste das gefährliche H5N1-Virus ermittelt. Russische Wissenschaftler haben eine beachtliche Menge von Vogelgrippe-Viren gesammelt und beschrieben.

    Ein weiteres Thema gilt der Entwicklung von Epidemien in den von Naturkatastrophen heimgesuchten Regionen sowie von Territorien, die von durch Menschen verursachten Katastrophen betroffen waren. Den Kriegen und Naturkatastrophen folgten stets Infektionskrankheiten. Unser Land hat in diesem Bereich große und leider bittere Erfahrungen. Dank diesem Umstand sind aber bei uns ernsthafte Studien entstanden, die wir weiter vermitteln möchten.

    Im Rahmen der Bewältigung des HIV-Problems erheben wir ebenfalls Anspruch auf eine subregionale Spitzenposition. So haben wir bereits ein Programm für die Entwicklung spezieller Anti-HIV-Impfstoffe konzipiert.

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