03:04 17 Dezember 2017
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    Außenminister von Bosnien-Herzegowina besucht Moskau

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    MOSKAU, 02. Mai (RIA Novosti). Während des Moskau-Besuchs des Außenministers von Bosnien-Herzegowina, Mladen Ivanic, am 4. und 5. Mai in Moskau werden die Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit, der Stand der Realisierung der Dayton-Abkommen und die Situation auf dem Balkan erörtert. Das teilte Michail Kamynin, der offizielle Sprecher des Außenministeriums Russlands, in einem RIA-Novosti-Interview mit.

    Ein Treffen der Außenminister beider Länder ist für den 5. Mai vorgesehen.

    "Im Mittelpunkt der Verhandlungen werden eine ausführliche Analyse des jetzigen Stands und der Perspektiven unseres Zusammenwirkens stehen, in erster Linie in Handel und Wirtschaft, sowie eine weitere Vervollkommnung der vertragsrechtlichen Grundlage stehen", sagte der Diplomat.

    Nach seiner Ansicht bieten sich gute Aussichten für das Zusammenwirken zwischen beiden Ländern in der Investitionssphäre. "In erster Linie geht es um eine Beteiligung der russischen Wirtschaft an Energieprojekten auf dem Territorium von Bosnien-Herzegowina sowie um eine Modernisierung von Betrieben, die mit technischer Unterstützung der Ex-UdSSR gebaut wurden".

    Moskau wolle seinen Kurs auf die "umfassende Realisierung der Dayton-Abkommen und auf die Festigung von Bosnien-Herzegowina als eines einheitlichen multinationalen Staates" bestätigen.

    "Als Mitglied des Leitungskomitees des Rates für die Realisierung des Friedensabkommens wird Russland auch in Zukunft die Bemühungen der Führung von Bosnien-Herzegowina um eine umfassende Normalisierung im Lande, um den Aufbau einer demokratischen sowie von Nationalismus und religiösem Extremismus freien Gesellschaft unterstützen", betonte Kamynin. "Wir setzen uns dafür ein, dass die Verantwortung für die Situation im Lande möglichst schnell von der internationalen Völkergemeinschaft an die örtlichen Behörden übertragen wird."

    Das generelle Abkommen über den Frieden in Bosnien-Herzegowina war am 21. November 1995 von den in den Konflikt verwickelten bosnischen Seiten sowie von den führenden Repräsentanten Kroatiens und der früheren Bundesrepublik Jugoslawien im amerikanischen Dayton signiert worden. Mit diesem Dokument wurde der bewaffneten Konfrontation in Bosnien-Herzegowina ein Ende gesetzt, die von 1992 bis 1995 gedauert hatte.