23:32 11 Dezember 2017
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    Russland-Vertreter: UNO-Reform noch nicht beendet

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    NEW YORK, 02. Mai (RIA Novosti). Russland ist der Auffassung, dass der Prozess der Reform der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) noch nicht zu Ende ist.

    Das erklärte Andrej Kowalenko, russischer Vertreter im Fünften Haushaltsausschuss der Vollversammlung, in einem RIA-Novosti-Gespräch über die angenommene Resolution zur Reform des UNO-Verwaltungssystems.

    Die Resolution wurde nach einigen Tagen scharfer Diskussionen auf Initiative einer Gruppe von Entwicklungsländern und Chinas angenommen. 108 Staaten, inklusive Russlands, unterstützten sie. 50 Staaten waren dagegen, und drei Delegationen enthielten sich der Abstimmung. Das Dokument war eine Antwort auf den Bericht des UNO-Generalsekretärs Kofi Annan "Investitionen in die Organisation der Vereinten Nationen: auf dem Wege zur Verstärkung der Organisation in der ganzen Welt" im März. In diesem Bericht forderte er für sich und die künftigen Generalsekretäre umfassendere Vollmachten im Verwaltungsbereich, schlug vor, die Verfahren zur Beschlussfassung in Haushaltsfragen zu vereinfachen und zur Kürzung der Ausgaben die UNO-Dolmetscherdienste aus den USA herauszuführen sowie für schriftliche Übersetzungen private Agenturen aktiver heranzuziehen.

    Aber die meisten Mitgliedsländer werteten diese Initiativen als einen Versuch des UNO-Sekretariats, die Vollmachten der Vollversammlung einzelnen reichen Ländern zuliebe zu beschränken und das Prinzip der Vielsprachigkeit in der Arbeit der Organisation aufzugeben. "Die russische Delegation setzte alle Kräfte für die Fortsetzung des Verhandlungsprozesses und die Suche nach einem Kompromiss ein. Unserer Meinung nach hatten die Mitgliedsländer die Möglichkeiten, gegenseitig annehmbare Lösung zu finden", sagte Andrej Kowalenko.

    Die vom Fünften Ausschuss angenommene Resolution soll in einer Plenarsitzung der Vollversammlung gebilligt werden.