12:03 18 Dezember 2017
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    Russland bewirbt sich um türkischen Auftrag für Kampfhubschrauber

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    ANKARA, 02. Mai (RIA Novosti). Der russische Hubschrauberproduzent Kamow verliert nicht die Hoffnung, 91 Angriffshubschrauber an die Türkei zu liefern. Der Sieger des entsprechenden Wettbewerbs soll noch in diesem Jahr bekannt gegeben werden.

    Das Projekt wird auf 2,5 bis drei Milliarden Dollar geschätzt. Die Vorbereitungen für die Erteilung des Lieferauftrags liefen auf hohen Touren, sagte Murad Bayar, Chef des türkischen Departements für Rüstungsindustrie, am Dienstag in einem Interview für die Zeitung Yeni Safak.

    Laut Bayar hatte eine Delegation des Departements Ende April in Russland geweilt und das Kamow-Werk besucht. Kamow bietet der Türkei den Angriffshubschrauber Ka-52-A an, der den Anforderungen der türkischen Armee entspricht und preiswerter als die westlichen Konkurrenten ist. Sollte sich die Türkei für diese Maschine entscheiden, so kann sie mit russischer Hilfe beim Aufbau einer eigenen Hubschrauberbauindustrie rechnen. Außerdem stellt Russland der Türkei eine gemeinsame Hubschrauberproduktion in Aussicht. Die Maschinen aus der Gemeinschaftsproduktion könnten unter anderem auch an Drittländer verkauft werden.

    Die Türkei versucht seit 1997, ihre Armee mit neuen Hubschraubern auszurüsten. 2000 gewann eine amerikanische Firma eine erste Ausschreibung. Als die Verhandlungen im Mai 2004 wegen Streitigkeiten um den Lieferpreis und die Produktionslizenz ins Stocken gerieten, schrieb Ankara einen neuen Wettbewerb aus. Ende 2005 stiegen zwei amerikanische Produzenten wegen Schwierigkeiten beim Erhalt der Importlizenz aus dem Wettbewerb aus.

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