12:06 13 Dezember 2017
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    Europäische Delegation besucht Zentoroj doch

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    GUDERMES, 02. Mai (RIA Novosti). Die Delegation des Europäischen Komitees zur Verhinderung von Folter, der am Montag die Einreise in die tschetschenische Siedlung Zentoroj verweigert worden war, hat am Dienstag die Siedlung besucht.

    Die Mitglieder des europäischen Komitees besuchten eine Einheit des Innenministeriums, die in Zentoroj stationiert ist, sowie ein medizinisches Ambulatorium und eine Schule, um sich über die Lebensqualität in der Ortschaft zu informieren, teilte der Menschenrechtsbeauftragte von Tschetschenien Nurdi Nuchadschijew mit, der die europäische Delegation auf der Reise begleitet. Er betonte, dass die Delegationsmitglieder die Objekte für den Besuch selbständig gewählt haben und dass ihnen keinerlei Hindernisse bereitet worden seien.

    Zuvor hatte sich der Delegationsleiter Mauro Palma beschwert, dass tschetschenische Sicherheitskräfte der europäischen Delegation die Einreise nach Zentoroj verweigert hatten.

    Der tschetschenische Präsident Alu Alchanow bezeichnete den Zwischenfall als peinliches Missverständnis und erläuterte, dass Zentoroj der Geburtsort des früheren tschetschenischen Präsidenten Achmad Kadyrow ist, der vor zwei Jahren bei einem Bombenanschlag getötet wurde. "Da in dieser Siedlung die Familie des getöteten Präsidenten lebt, steht sie unter verstärktem Schutz."

    Alchanow versicherte, dass die Delegation des Europäischen Anti-Folter-Komitees bei ihrem Einsatz in Tschetschenien ab sofort keine Probleme mehr haben werde.

    Der tschetschenische Premier Ramsan Kadyrow, Sohn des ermordeten Präsidenten Achmad Kadyrow, entschuldigte sich während seines Treffens mit der europäischen Delegation für den Zwischenfall und versprach der Delegation bei ihrem Einsatz in Tschetschenien "jede mögliche Unterstützung".

    Palma nahm die Entschuldigungen entgegen und bezeichnete den Vorfall als erledigt.

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