03:05 17 Dezember 2017
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    Georgischer Minister warnt vor voreiligem Austritt aus der GUS

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    Der georgische Premier Surab Nogaideli hat bestätigt, dass sich Georgien jetzt mit der Frage des Ausstiegs aus der GUS befasst.

    TIFLIS, 02. Mai (RIA Novosti). Der georgische Premier Surab Nogaideli hat bestätigt, dass sich Georgien jetzt mit der Frage des Ausstiegs aus der GUS befasst.

    "Die Regierung arbeitet an dieser Frage. Ich kann nichts Näheres dazu sagen", äußerte der Regierungschef in einer Pressekonferenz, die im Anschluss an eine Regierungssitzung stattfand.

    Wie der Staatsminister für Wirtschaftsreformen, Kacha Bendukidse, vor dem Beginn der Sitzung vor Journalisten gesagt hatte, würden in Georgien im Falle eines voreiligen Austritts aus der GUS Visaprobleme mit den Ländern der Gemeinschaft aufkommen.

    "Das ist eine konkrete Frage, die die Privilegien unserer Bürger und unserer Waren betrifft. Wollen wir beispielsweise das visafreie Regime mit Weißrussland erhalten, müssten wir im Rahmen der GUS bleiben oder Abkommen mit Minsk über den visafreien Verkehr unserer Bürger und über den freien Handel schließen. Sie sollten Rücksicht darauf nehmen, dass es in Weißrussland Georgier gibt, die dort arbeiten und Geschäftspartner haben", so Bendukidse.

    Nach seiner Ansicht sollte der Austritt aus der GUS nicht überstürzt erfolgen. Die Regierung müsse mit den einzelnen Ländern der Gemeinschaft über den Abschluss bilateraler Abkommen zu Visafragen verhandeln, so der Staatsminister.