04:12 16 Dezember 2017
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    EU für gegenseitige Garantien mit Russland bei Gaslieferungen

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    Beziehungen Russland - EU (39)
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    EU-Politiker haben sich für gegenseitige Garantien zwischen der Europäischen Union und Russland bei Gaslieferungen ausgesprochen.

    BRÜSSEL, 02. Mai (RIA Novosti). EU-Politiker haben sich für gegenseitige Garantien zwischen der Europäischen Union und Russland bei Gaslieferungen ausgesprochen.

    Die EU sollte dafür bürgen, dass sie Verbraucher von russischem Gas bleibe, und Russland dafür, dass es weiterhin zuverlässig Gas liefere, heißt es in einem Schreiben des EU-Kommissars für Energie, Andris Piebalgs, und des österreichischen Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit, Martin Bartenstein, an den russischen Industrie- und Energieminister Viktor Christenko. Das Schreiben wurde im Namen der EU-Führung verfasst.

    "Russland war und bleibt ein zuverlässiger Lieferant von Erdgas für Europa", heißt es in dem Dokument. Piebalgs und Bartenstein erachteten es für wichtig, dass diese Beziehungen auch weiter erhalten würden, und zwar im Hinblick darauf, dass die EU mit umfassenderen russischen Gaslieferungen in der Zukunft rechne, wurde am Dienstag in Brüssel mitgeteilt.

    Die Urheber des Schreibens sind der Ansicht, dass langfristige Verträge über Lieferungen von russischem Gas nach Europa den Prozess der Mobilisierung von Investitionen in Russland beachtlich vereinfachen könnten. Diese Investitionen seien für die Deckung der steigenden Nachfrage nach Gas in Europa notwendig.

    Die EU-Vertreter begrüßten die jüngste Erklärung des (russischen Gasförderers) Gasprom, dass der Konzern bereit sei, den zunehmenden Bedarf der EU an Gas zu decken und die gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit zu vertiefen.

    "Die (von der EU) gegenüber Gasprom angewandten Regeln werden sich nicht von den Regeln unterscheiden, die für alle anderen Unternehmen gültig sind. Das betrifft unter anderem die EU-Gesetzgebung über die Konkurrenz", heißt es in dem Schreiben.

    Die Urheber des Dokuments betonen, dass die EU auch andere russische Konzerne und Gemeinschaftsunternehmen nicht diskriminieren werde, die Gas an die EU liefern.

    Piebalgs und Bartenstein erklärten ferner, dass die EU der Ratifizierung der Energiecharta und des Transitprotokolls dazu durch Russland eine große Bedeutung beimesse. Bislang hat Russland die Charta nicht ratifiziert.

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