14:56 20 Februar 2018
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    Litauischer Präsident für Integration osteuropäischer Länder in EU und Nato

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    VILNIUS, 03. Mai (RIA Novosti). Der litauische Präsident Valdas Adamkus hat die ehemaligen sozialistischen Länder Osteuropas zur Integration in die Europäische Union (EU) und die Nato aufgerufen.

    "Diejenigen, die die Prinzipien der Demokratie nicht teilen, werden sich gezwungen sehen, die Folgen der Globalisierung selbstständig zu überwinden", sagte Adamkus am Mittwoch auf einer Konferenz zum Thema "Gemeinsame Vision der guten Nachbarschaft", die am selben Tag in der litauischen Hauptstadt Vilnius eröffnet wurde.

    "Die Globalisierung gibt uns keine Chancen, getrennt zu leben, und wird jene bestrafen, die von den demokratischen Werten abkehren", sagte Adamkus nach Angaben der litauischen Nachrichtenagentur ELTA.

    An der zweitägigene Konferenz nehmen führende Repräsentanten Lettlands, Estlands, Moldawiens, Georgiens, der Ukraine, Rumäniens und Bulgariens teil. In Vilnius weilen auch US-Vizepräsident Dick Cheney, der Hohe Vertreter der EU für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, wie auch ranghohe Vertreter aus Aserbaidschan, Schweden, Armenien, Deutschland, Großbritannien und Spanien. Russland ist durch einen Mitarbeiter seiner Botschaft in Vilnius vertreten.

    "Wenn wir von der Zukunft der neuen demokratischen Staaten sprechen, müssen wir eingefrorene Konflikte beilegen oder versuchen, eine Partnerschaft mit der EU herzustellen. Der Erfolg hängt von jedem konkreten Land ab", sagte Solana in einem am Mittwoch in der Zeitung Lietuvos Rytas veröffentlichten Interview.

    Die Initiative muss nach seinen Worten von diesen neuen demokratischen Ländern ausgehen. Die Europäische Union werde ihnen weitgehende Unterstützung erweisen. Als Beispiel für die Wandlungen in Osteuropa nannte Solana die Ukraine und Georgien.

    Auf der Tagesordnung der Konferenz steht auch die Situation in Weißrussland, meldete die weißrussische Nachrichtenagentur BelaPAN. In der Konferenz wurde der EU vorgeschlagen, einen Rundfunksender zu gründen, der das gesamte Territorium Weißrusslands decken würde.

    Solana verwies auf die "Festigung der Opposition" in Weißrussland. Das Volk dieser Republik müsse geachtet und unterstützt werden, sagte er. "Ich bin davon überzeugt, dass sich auch in diesem Land ein demokratischer Durchbruch ereignet."

    Parallel zu der Konferenz findet in Vilnius auch ein Jugendforum der Ostsee- und Schwarzmeerregion statt.

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