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    "Wremja Nowostej": Putin stellt Aufgaben für eine dritte Amtszeit

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    MOSKAU, 11. Mai (RIA Novosti). Nach der gestrigen Jahresansprache von Präsident Wladimir Putin zur Lage der Nation sind Beobachter zu dem Schluss gelangt, dass Putin darin Aufgaben stellte, die eigentlich nur er selbst lösen kann, und auch das nur, wenn er sich für eine dritte Amtszeit entscheidet.

    Die Zeitung "Wedomosti" bringt am Donnerstag Äußerungen russischer Politologen und Experten zu dem Thema.

    Alexander Dugin, Chef des Zentrums für geopolitische Expertisen, sieht in der Ansprache des Präsidenten eine Entwicklungsstrategie des Landes für kommende Jahrzehnte. Der Experte befürchtet, dass Putins Amtsnachfolger nicht in der Lage sein wird, die gestellten Aufgaben zu meistern. "In seiner Rede stellte Putin die politischen Weichen für mindestens zehn Jahre. Das Volk wird nun von ihm die Verwirklichung dieser Strategie und eine Kontinuität dieses Kurses fordern."

    Der Politologe Gleb Pawlowski stellt fest, dass sich die russischen Wähler momentan keinen anderen Staatschef außer Putin wünschen.

    Dmitri Badowski vom Forschungsinstitut für Sozialsysteme sieht in der Präsidentenrede eine indirekte Anspielung auf eine dritte Amtszeit Putins. "In seiner Ansprache bemängelte Putin das geringe Vertrauen zu Staat und Wirtschaft. Somit setzte er sich dem ganzen politischen System entgegen und gab zu verstehen, dass er der einzige Garant der politischen Stabilität ist", urteilte Badowski.

    Wjatscheslaw Nikonow, Präsident der Stiftung Politika, ist hingegen davon überzeugt, dass Präsident Putin weiter nach einem Amtsnachfolger für sich sucht. "Zwei vorrangige Themen, die Putin in seiner Ansprache hervorgehoben hat, nämlich soziale und demographische Probleme und die Verteidigung, bestätigen, dass Dmitri Medwedew und Sergej Iwanow als mögliche Nachfolger zu betrachten sind", sagte er.

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