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    Iran zu Verhandlungen über Entschärfung der Krise um sein Nuklearprogramm bereit

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    Teheran ist zu Verhandlungen mit jedem Land für die Entschärfung der Krise um sein Nuklearprogramm bereit.

    DJAKARTA, 11. Mai (RIA Novosti). Teheran ist zu Verhandlungen mit jedem Land für die Entschärfung der Krise um sein Nuklearprogramm bereit.

    Das sagte der iranische Präsident, Mahmud Ahmadinedschad, am Donnerstag in einem Interview mit dem indonesischen Fernsehkanal Metro-TV. Ahmadinedschad weilt zu einem Staatsbesuch in der indonesischen Hauptstadt.

    Zugleich bezichtigte er den Westen erneut der Anwendung von Doppelstandards gegenüber Iran und hob hervor, dass jegliche Drohungen an die Adresse Teherans die Verhandlungen lediglich erschweren.

    Der iranische Präsident betonte auch, die von einigen Ländern geplanten Sanktionen stellten keine ernsthafte Gefahr für Iran dar. "Wir hängen nicht von anderen ab", sagte er.

    Ahmadinedschad bezeichnete Versuche von Staaten, die Kernwaffen besitzen, sein Land zum Verzicht auf die Erschließung der Kernenergie zu zwingen, als lächerlich. "Teheran kann seine Interessen verteidigen", fügte er hinzu.

    Der iranische Staatschef verwies ein weiteres Mal auf den friedlichen Charakter des Nuklearprogramms seines Landes. "Es hat mit Kernwaffen oder militärischen Zwecken nichts Gemeinsames", unterstrich er.

    Kurz vor der Ankunft Ahmadinedschads in Djakarta unterzeichnete die nationale Erdölgesellschaft mit der National Iranian Oil Refining & Distribution Company ein Memorandum über gegenseitige Verständigung beim Bau eines Erdöl verarbeitenden Werkes in Indonesien mit einer Kapazität von 300 000 Barrel täglich und einem Wert von vier bis fünf Milliarden US-Dollar.

    Im Zuge des Besuches ist auch die Unterzeichnung von bilateralen Abkommen über die Zusammenarbeit im Energiebereich und im Tourismus geplant.

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