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    Demografische Krise in Russland kann erst in 20 Jahren überwunden werden

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    Putins Jahresbotschaft an die Föderalversammlung (26)
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    Durch die Schritte, die Präsident Putin am Mittwoch in seiner Jahresbotschaft an die Föderalversammlung vorgeschlagen hat, kann sich die demografische Situation in Russland in 18 bis 20 Jahren bessern.

    MOSKAU, 11. Mai (RIA Novosti). Durch die Schritte, die Präsident Putin am Mittwoch in seiner Jahresbotschaft an die Föderalversammlung vorgeschlagen hat, kann sich die demografische Situation in Russland in 18 bis 20 Jahren bessern.

    Erst durch eine aktive demografische Politik, deren Verwirklichung zu höheren Geburtenquoten führen soll, kann sich das Arbeitskräftepotential stärken, äußerte Alexander Schochin, Präsident des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, am Donnerstag.

    In seinem Statement auf der internationalen Konferenz "Personalfonds und Arbeitskräftepotential" warnte er, dass 2011 bzw. 2012 die Zahl der Beschäftigten in Russland rapide sinkt. Die Vorschläge des Präsidenten sollen für eine Verbesserung der kritischen Situation in der nahen Zukunft sorgen.

    Am Vortag nannte der Präsident in seiner Ansprache Maßnahmen, die Frauen, die Nachwuchs in der Familie planen, unterstützen sollen: höhere Kinderbeihilfen, Gewährung eines anfänglichen Basis-Muttergeldes nach der Geburt eines zweiten Kindes u.ä.

    In seinem Vortrag ging Alexander Schochin insbesondere auf die Arbeitsmärkte Russlands und Mittelasiens ein, die seiner Meinung nach einander ergänzen können. Es gelte zu ermitteln, was in der einheimischen Gesetzgebung für die Länder Mittelasiens und für Russland selbst für die Lösung des Problems der Arbeitsmärkte hinderlich ist.

    Viele Gesetzesbestimmungen errichteten in Russland schwere Barrieren für Gastarbeiter aus Mittelasien. So muss ein Zuwanderer, der bereits im Lande arbeitet und die Arbeitsstelle wechseln will, erneut eine Arbeitsgenehmigung beantragen, was fast neun Monate in Anspruch nimmt. Außerdem muss er zu seinem ständigen Wohnort ausreisen, um diese Genehmigung zu bekommen.

    Wie Schochin äußerte, müssen die Zuwanderer die Möglichkeit haben, ohne erniedrigende Formalitäten, die Monate in Anspruch nehmen, eine Arbeitsgenehmigung zu bekommen bzw. zu einer anderen Arbeitsstelle überzuwechseln. Er betonte, dass der zugereiste Beschäftigte eine offizielle Arbeits- und eine Aufenthaltserlaubnis haben muss. Dabei habe der Arbeitgeber für ihn alle notwendigen Abführungen und Steuern zu zahlen.

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