22:12 20 September 2017
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    Nesawissimaja Gaseta": Handelskriege gegen Russlands Nachbarn sind ein kolossaler Fehler

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    MOSKAU, 12. Mai (RIA Novosti). Russland begeht einen kolossalen Fehler, indem es über Georgien, die Ukraine und Moldawien eine "landwirtschaftliche Blockade" verhängt. Die Folgen dieses Fehlers können langfristig und recht unangenehm sein, berichtet die Zeitung "Nesawissimaja gaseta" am Freitag.

    Wie Wladimir Milow, Präsident des Instituts für Energiepolitik, in seinem Beitrag schreibt, gelangen in letzter Zeit immer häufiger "analytische Materialien" auf den Tisch der russischen Führung. Darin wird behauptet, dass die innenpolitischen Positionen der Führung einer Reihe von "ungehorsamen" Staaten, zum Beispiel Georgiens, schwach seien. Man müsse sich nur ein wenig anstrengen, und die Wirtschaftsschwierigkeiten würden dazu beitragen, dass solche Politiker an die Macht kommen, die für Moskau bequemer seien. Und die dem Kreml nahe stehenden Politologen machen im Grunde kein Hehl daraus, dass das von Russland verhängte Handelsembargo einen politischen Charakter trägt und eine Art Vergeltung für den prowestlichen Kurs der Behörden angrenzender Staaten darstellt.

    Für den Kreml sind Georgien, die Ukraine und Moldawien die Länder mit einer beschränkten Souveränität. Sie können keine selbständige Rolle in der internationalen Politik spielen und müssen unbedingt einen "Herrn" haben. Wenn Russland nicht dieser "Herr" ist, dann werden es die USA, die Europäische Union und die NATO sein. Und das Territorium der postsowjetischen Länder wird im Kreml lediglich als Arena des Kampfes gegen den Westen aufgefasst, als ob auf diesem Territorium keine Menschen leben.

    Die langfristigen gutnachbarlichen Beziehungen Russlands mit diesen Nationen - und es gibt alle Voraussetzungen für solche Beziehungen - müssen ein strategisches Ziel der russischen Außenpolitik sein. In der Nähe unserer Grenzen brauchen wir Freunde und nicht Feinde. Aber Russland hat es fertig gebracht, in den letzten Jahren die Beziehungen zu den meisten postkommunistischen Ländern katastrophal zu verderben. Der Kreml verwendet gradlinig seine Wirtschafts- und Druckmittel, um taktische Ziele zu erreichen und vergisst die langfristigen negativen Folgen.

    Die Beziehungen Moskaus mit den meisten nächst liegenden Nachbarn sind bereits hoffnungslos verdorben. Es ist viel schwere Arbeit vonnöten, um das Vertrauen zu Russland wieder herzustellen. Man kann nur hoffen, dass dieses Vertrauen zum Zeitpunkt des Abganges der heutigen Führung Russlands von der politischen Bühne noch nicht endgültig eingebüßt wird.

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