05:52 26 September 2017
SNA Radio
    Politik

    Experte: "Das ukrainische Parlament ist nicht mit Selbstmördern bevölkert"

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 310
    MOSKAU, 12. Mai (RIA Novosti). Der Ausstieg aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) ist für die Ukraine nicht akut.

    Diese Meinung äußerte der Direktor des Instituts für die GUS-Länder, Konstantin Satulin, am Freitag in einem RIA-Novosti-Interview.

    Am Donnerstag musste nämlich der ukrainische Außenminister Boris Tarassjuk gewisse öffentliche Mutmaßungen über einen eventuellen GUS-Ausstieg widerlegen. "So steht die Frage in der Ukraine nicht", sagte auch der GUS-Experte Satulin. "Und über Äußerungen der Beamten zweiten und dritten Ranges kann man sich hinwegsetzen." Es sei einfach "eine kleine Gehörprobe" seitens der Beamten gewesen, die vor ihrer Entlassung die eigene Treue zu den USA zeigen wollten.

    Der Austritt aus der Gemeinschaft verspreche der Ukraine keine guten Aussichten. "Selbst wenn die Exekutive dies sich wünschte, wird die Oberste Rada diese Entscheidung niemals treffen. Das Parlament ist mit allerlei Menschen bevölkert, das sind aber keine Selbstmörder", so der Experte.

    Auf die Frage der RIA Novosti, ob sich der eventuelle Ausstieg Georgiens aus der GUS auf das weitere Schicksal der Gemeinschaft selbst auswirkt, stellte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur fest, dass die GUS-Mitgliedschaft vor allem mit dem Kurs zusammenhänge, den die Mitgliedsstaaten in ihrer Innen- und Außenpolitik steuern.

    Es sei im Voraus klar, dass Moldawien, das ungefähr die gleichen Probleme und eine ähnliche Einstellung zu Russland wie Georgien habe, ebenfalls die Gemeinschaft verlassen könne. Laut dem Politologen können die GUS-Mitgliedsländer, die allmählich nach dem Westen tendieren, als potentielle Kandidaten für den Ausstieg gelten.

    Ihm zufolge bleibt die GUS erhalten, wenn Russland selbst sowie alle anderen Interessenten - Weißrussland, Kasachstan, kaukasische und zentralasiatische Staaten - den Willen dazu haben.

    "Der Wunsch, aus der GUS auszusteigen, ist eine natürliche Entwicklung in einigen Ländern, ist die Wahl ihrer Innen- und Außenpolitik", sagte Konstantin Satulin zum Abschluss.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren