10:52 18 August 2017
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    Neue Verhandlungsrunde zum Kosovo-Status in Wien

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    Eine neue Runde in den Direktverhandlungen zum künftigen Kosovo-Status findet am Dienstag in Wien statt.

    WIEN, 23. Mai (RIA Novosti). Eine neue Runde in den Direktverhandlungen zum künftigen Kosovo-Status findet am Dienstag in Wien statt.

    Darüber informierte der österreichische Diplomat Albert Rohan auf einer Pressekonferenz nach dem vierten Treffen zwischen Vertretern Pristinas (größte Stadt des Kosovo und dessen politisches Zentrum) und Belgrads, das Anfang Mai stattgefunden hatte. Rohan ist Stellvertreter von Marti Ahtisaari, des Sondervertreters des UNO-Generalsekretärs für Kosovo.

    Ihm zufolge werden die Seiten am 23. Mai über den Schutz von religiösen und kulturellen Objekten sprechen. "Die vorangegangene Verhandlungsrunde galt ausschließlich der Bildung von Munizipalitäten im Kosovo, wobei die Seiten zu keiner einheitlichen Meinung gelangten", sagte Rohan.

    So besteht Pristina auf der Bildung von drei neuen Munizipalitäten und der Erweiterung einer bestehenden. Dagegen schlägt die serbische Delegation vor, 14 neue Munizipalitäten zu bilden und fünf bestehende zu modifizieren. "Wir werden mit den Seiten zu diesen zwei Vorschlägen arbeiten", erklärte Albert Rohan.

    "Hier gibt es viele offene Fragen, und wir haben die Absicht, die Arbeit unmittelbar mit jeder der Seiten fortzusetzen, um dann einen Kompromiss zu finden", unterstrich der Diplomat.

    Im Kosovo, einem historischen Teil Serbiens, besteht die Bevölkerung zu fast 90 Prozent aus Albanern. Dort leben etwa 100 000 Serben. Seit 1999, nach einer NATO-Militäraktion, steht die Region unter der UNO-Verwaltung.

    Pristina fordert seine Unabhängigkeit. Aber Belgrad ist zwar einverstanden, den Kosovo-Albanern eine umfassende Autonomie zu gewähren, dies aber im Rahmen eines Staates.

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