21:46 21 August 2017
SNA Radio
    Politik

    "Trud": Moskaus Georgier hoffen auf Weitsicht russischer Politiker

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    MOSKAU, 23. Mai (RIA Novosti). Im postsowjetischen Raum ist endgültig eine politisch-wirtschaftliche Union Georgiens, der Ukraine, Aserbaidschans und Moldawiens (GUAM) entstanden, stellt die Tageszeitung "Trud" am Dienstag fest. Russlands Experten befassen sich in erster Linie mit dem Problem "Gegen wen ist die GUAM-Freundschaft gerichtet?" Vertreter der nationalen Diaspora in Russland appellieren indessen an die Weisheit des "Großen Bruders".

    Sergej Markow, Direktor des Instituts für politische Studien: Der verkündete Zusammenschluss wie auch die Gemeinschaft der demokratischen Wahl spalten faktisch die GUS und lassen einen "sanitären Kordon" um Russland herum entstehen. Die GUAM-Teilnehmer selbst sprechen allerdings lieber davon, dass sie um eine Intensivierung ihrer Vereinbarungen über die Bildung einer Freihandelszone, um die Zusammenarbeit im Zollbereich und im Gesundheitswesen sowie um das Zusammenwirken bei Notstandssituationen bemüht sind.

    Dennoch sind die Hintergründe der wirklichen Absichten im Bereich der Aufgaben des neuen GUAM-Bündnisses zu suchen, die der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko formuliert hat. Dazu gehört eine "besser koordinierte Politik im Bereich der eingefrorenen Konflikte". Wie der ukrainische Präsident meint, "spüren die Länder, die diesen Konflikten in geographischer Hinsicht am nächsten liegen, deren gesamte negative Auswirkungen". Deshalb "tragen sie die größte politische Verantwortung für die Regelung dieser Konflikte".

    Nicht von ungefähr bekunden bereits Kiew und Tiflis ihren Wunsch, die russischen Friedenskräfte im Raum des südkaukasischen Konflikts mit ukrainischen Truppen zu verdünnen. Deshalb entsteht auch die Frage, gegen wen die GUAM-Freundschaft gerichtet werden soll.

    Dawid Beritaschwili, Vizepräsident der georgischen Gemeinde in Moskau: Wenn die Politiker in meiner historischen Heimat ihre Haltung zu Russland verschärfen, bedeutet das natürlich für die Menschen, deren Verwandte dort leben, einen überaus starken Stress. Aber auch die russische Propaganda in den staatlichen Sendern ist überaus einseitig. Sie enthalten keine klare Darlegung von Argumenten der anderen Seite, womit diese unzufrieden und worüber besorgt ist.

    Russland ist ein Staat mit tieferen Traditionen als die neu entstandenen Staaten. Russland hat unter anderem längere diplomatische Traditionen. Mir scheint, dass Russland bei der Herstellung der Beziehungen mit den Nachbarn tonangebend sein könnte. Die entstandene Situation ist insbesondere für diejenigen von uns unangenehm, die keine Konfrontation wünschen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren