14:05 23 August 2017
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    Präsidentenberater auf kritische Berichterstattung vom G8-Gipfel gefasst

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    MOSKAU, 23. Mai (RIA Novosti). Der Berater des russischen Präsidenten, Igor Schuwalow, hält es vollauf für möglich, dass die Berichterstattung vom G8-Gipfel in Sankt Petersburg extrem negativ ausfallen wird.

    "Sie (die westlichen Kollegen) sind sicherlich froh, wenn die Welle der Kritik gegenüber Russland gestoppt werden kann. Das hat man mir signalisiert. Aber das wird sehr schwer", sagte er in einem Interview für die Moskauer Zeitung Nesawissimaja Gaseta vom Dienstag.

    Die Massenmedien, so Schuwalow, haben begonnen, Russland außerordentlich heftig zu kritisieren, nachdem die US-Administration die Frage der Nichtregierungsorganisationen aufgeworfen hatte. "Sowohl Bushs Opponenten wie auch die amerikanische Regierung sprechen in dieser Hinsicht mit einer Stimme. Der Stein ist ins Rollen gekommen, ihn aufzuhalten, wird sehr problematisch", fügte der Präsidentenberater hinzu.

    Schuwalow glaubt, dass viele Opponenten des US-Präsidenten eine hervorragende Möglichkeit bekommen haben, George Bush für dessen Unterstützung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu tadeln. "Diese Karte wird immer ausgespielt. Bush unterstreicht dennoch unentwegt, wie gut seine Beziehungen zu Russland und zum russischen Präsidenten sind."

    Schuwalow denkt nicht, dass die USA während des G8-Gipfels über die Einhaltung demokratischer Normen in Russland polemisieren werden. "Im Gespräch mit Putin wissen die Staats- und Regierungschefs der G8 sehr wohl, was der Präsident Russlands tut." Beim Gipfel im vergangenen Jahr hat ihm zufolge einer der Teilnehmer gesagt: "Nicht alle von Euch heißen gut, was Wladimir macht. Dieser oder Jener bezieht sich dabei auf gewisse demokratische Standards. Doch er macht alles absolut richtig, er bringt Russland auf den Weg einer realen Demokratie."

    "Verstehen Sie richtig, wenn sie hinter verschlossenen Türen und ohne Berater zusammen sitzen, dann gibt es keine Heuchelei", unterstrich Schuwalow.

    Auf die Frage, ob es das Risiko gebe, dass die Dokumente in der von Russland vorgelegten Redaktion nicht unterschrieben werden, verwies der Präsidentenberater darauf, dass bei derartigen Gelegenheiten Absichtserklärungen abgegeben, jedoch keine rechtlichen Verpflichtungen übernommen werden.

    Der G8 werde oft vorgeworfen, sie erziele keine konkreten Ergebnisse. Dennoch schauen sehr viele Länder darauf, was die Staatsmänner vereinbaren. Um so mehr, als fünf Teilnehmer eingeladen worden seien, die ganz unmittelbar auf die Energiesicherheit Einfluss nehmen: Indien, China, Brasilien, Südafrika und Mexiko.

    Russland, meint Schuwalow, erwarte nicht, dass es am Tag nach dem Gipfel zu Verträgen kommt. "Wichtig ist, dass alle verstehen: die Staatschefs legen der gegenseitigen wirtschaftlichen Integration keine politischen Steine in den Weg. Gegenseitige Abhängigkeiten, wenn Sie so wollen. Und die Wirtschaft einigt sich dann schon allein", ist der Präsidentenberater überzeugt.

    Auf die Frage, wie hoch das Vertragsvolumen mit der amerikanischen PR-Agentur Ketchum ist, die für die Arbeit mit den westlichen Massenmedien verpflichtet wurde, sagte Schuwalow, sie würde diese Information demnächst bekannt gegeben.

    Die Agentur sei nicht von der Präsidentenverwaltung engagiert worden, sondern vom Organisationskomitee für den G8-Gipfel. "Der Vertrag wird nicht aus dem Haushalt bezahlt, sondern von einer Privatbank", erläuterte Schuwalow.

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