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    Abchasien verbindet Anerkennung seiner Unabhängigkeit nicht mit Status des Kosovo

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    SUCHUMI, 26. Mai (RIA Novosti). Das Volk Abchasiens knüpft die Frage der internationalen Anerkennung der Unabhängigkeit seines Staates nicht direkt an eine mögliche Anerkennung des Kosovo oder eines anderen Landes.

    Das sagte der abchasische Präsident Sergej Bagapsch am Freitag bei einem Treffen mit einer Delegation von der Deutschen Marshall-Stiftung unter Leitung von Constanze Stelzenmüller.

    Abchasien achte die Meinung all derjenigen, die kommen und der Führung der Republik Ratschläge geben, so Bagapsch. "Zugleich ist uns die Meinung unseres Volkes, das sich beim Referendum für die Unabhängigkeit Abchasiens ausgesprochen hat, am teuersten, und wir werden von diesem Weg nicht abweichen."

    Bagapsch erinnerte die Gäste daran, dass Abchasien schon im Jahre 1922, im Vertrag über die Bildung der UdSSR, als selbstständige Republik ebenso wie Georgien behandelt wurde. Und Abchasien habe viel mehr Gründe, Anspruch auf die Anerkennung seiner Unabhängigkeit zu erheben, so der abchasische Präsident.

    Delegationen der Marshall-Stiftung hatten bereits im Juni 2004 und im Juli 2005 Abchasien besucht, um "die Gründe, aus denen der eingefrorene Konflikt noch immer nicht beigelegt ist, zu erfassen".

    Der abchasische Vize-Präsident Raul Chadschimba bemerkte bei dem Treffen, trotz der regelmäßigen Bildungsbesuche in Abhasien zeigten die Vertreter vieler internationaler Organisationen "fehlendes Verständnis für die klare Position Abchasiens in Bezug auf seinen politischen Status".

    Laut Chadschimba hätten die politischen Analysten seit langem das Streben Abchasiens nach staatlicher Unabhängigkeit verstehen können, und diese Position werde nicht revidiert.

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