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    John Bolton entdeckt Divergenzen in der russischen Führung zum iranischen Atomprogramm

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    Im russischen Außenministerium sind mit Erstaunen die Äußerungen des US-Vertreters in der UNO, John Bolton, über angebliche Divergenzen in der russischen Führung zum iranischen Nuklearprogramm aufgenommen worden.

    MOSKAU, 10. Juni (RIA Novosti). Im russischen Außenministerium sind mit Erstaunen die Äußerungen des US-Vertreters in der UNO, John Bolton, über angebliche Divergenzen in der russischen Führung zum iranischen Nuklearprogramm aufgenommen worden.

    "Mit Genugtuung verweisen wir auf die jüngsten ausgeglichenen und verantwortungsbewussten Erklärungen offizieller amerikanischer Vertreter zur Unterstützung der Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses zum iranischen Nuklearprogramm in einem neuen Format, dem sich auch die Vereinigten Staaten anzuschließen gedenken", heißt es in einem Kommentar des Departements Information und Presse des russischen Außenministeriums.

    Im Ministerium wurde daran erinnert, dass Russland an den internationalen Bemühungen um die Lösung dieses Problems mit diplomatischen Methoden aktiv teilnimmt. Dabei hält Moskau an der allgemeinen Position bezüglich der Unzulässigkeit des Besitzes von Kernwaffen durch Iran bei gleichzeitiger Anerkennung des Rechtes dieses Landes auf die Entwicklung der Atomenergetik zu friedlichen Zwecken fest.

    "Vor diesem Hintergrund ist die von Bolton gemachte ‚Entdeckung' recht unerwartet, dass es in der russischen Führung angeblich keine einheitliche Meinung über das iranische Nuklearprogramm gibt und im Kreml sogar Debatten zwischen jenen, die die Gefahr der Verbreitung von Kernwaffen befürchten und deshalb die amerikanische Hilfe brauchen, und jenen geführt werden, die eine solche Gefahr nicht befürchten oder nicht sehen", wird im Kommentar betont.

    Im Außenministerium wurde präzisiert, dass bislang in Moskau davon ausgegangen wurde, dass gerade die Befürworter einer politisch-diplomatischen Lösung in Washington, zu denen, man möchte hoffen, auch John Bolton zählt, die internationale, darunter auch russische, Unterstützung brauchen.

    "Das Hauptsächliche ist heute die kollektive Arbeit, die auf die Regelung des iranischen Nuklearprogramms durch Verhandlungen gerichtet ist", heißt es in dem Kommentar.

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