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    Russland nimmt OSZE-Wahlbeobachter Maß

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    WIEN, 15. Juni (RIA Novosti). Russland hat die Wahlbeobachter der OSZE scharf kritisiert und ihnen politisierte Herangehensweisen vorgeworfen.

    "Die Russische Föderation kritisiert scharf das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) in Bezug auf die Beobachtung von Wahlen", sagte wörtlich der Vertreter Russlands bei der OSZE, Alexej Borodawkin, im Gespräch mit russischen Journalisten.

    Die Praxis, so wie sie sich in vielen Jahren herausgebildet habe, sei politisiert. Er erläuterte, "die Ergebnisse der Wahlbeobachtung und die Bewertung des Wahlausgangs werden mitunter schon kundgetan, ohne das Ende der Stimmenauszählung abzuwarten". In Moskau werde die Meinung vertreten, die Leiter der Beobachtermissionen müssten herhalten, um vorgefasste politische Urteile abzugeben.

    Er beschwerte sich, dass "so etwas keinen Organisationen zu Eigen sein darf, die Beschlüsse zu konstatieren haben", nicht aber politische Vorurteile.

    Borodawkin forderte in diesem Zusammenhang eine stärkere Einbeziehung von Vertretern aus den GUS-Staaten und "überhaupt aus Ländern östlich von Wien" in die Leitung der OSZE-Beobachtermissionen.

    Außerdem bemängelte er, dass die Beobachtung von Wahlen hauptsächlich nur in "Staaten östlich von Wien" praktiziert werde. Alle Staaten müssten indes gleich behandelt werden.

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