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    UN-Sicherheitsrat diskutiert Zukunft der Provinz Kosovo

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    NEW YORK, 14. Juli (RIA Novosti). Der UN-Sicherheitsrat hat am Donnerstag hinter verschlossenen Türen den künftigen Status der Provinz Kosovo behandelt.

    Der finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari, der seit einem halben Jahr als spezieller Vermittler bei der Regelung des Status dieser südserbischen Provinz agiert, informierte die Anwesenden über den jetzigen Stand bei den Wiener Verhandlungen über die Zukunft der Provinz nach sechs Konsultationsrunden auf der Ebene von Beratern und Experten.

    Serbiens Ministerpräsident Vojislav Kostunica, der an der Sitzung teilnahm, verwies darauf, dass für Belgrad "beliebige aufgezwungene Entscheidungen unannehmbar" wären, insbesondere wenn es um die Gewährung der Unabhängigkeit an die Provinz Kosovo gehen sollte, was für Serbien den Verlust von 15 Prozent des Landesterritoriums bedeuten würde.

    Der Präsident des Kosovo, Fatmir Sejdiu, legte einen direkt entgegengesetzten Standpunkt Pristinas dar und forderte, dass der Provinz unverzüglich die völlige Unabhängigkeit gewährt wird.

    Der russische UNO-Chefdelegierte Vitali Tschurkin betonte seinerseits, dass die Festlegung des Status der Provinz Kosovo als Präzedenzfall für andere Konfliktregionen betrachtet werde.

    "In unmittelbarer Nähe des russischen Territoriums bestehen weiterhin mehrere nicht geregelte Konflikte", betonte der russische Diplomat. "In diese ist mein Land als Vermittler und als Friedensstifter einbezogen. Im Sicherheitsrat haben wir dieser Tage beispielsweise über Abchasien gesprochen. Dabei ging es darum, eine Lösung dieses Problems auf der Grundlage des Prinzips der territorialen Integrität Georgiens zu finden. In diesem Zusammenhang rufen die Folgen, die die Kosovo-Formel für solche Situationen haben kann, Besorgnis hervor."

    Am 24. Juli sollen die ersten direkten Verhandlungen auf höchster Ebene über die Lösung des Kosovo-Problems in Wien beginnen.

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