06:30 23 August 2017
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    "Iswestija": Bei G8 will Russland seine Offenheit für die Welt zeigen

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Novosti). Vom heutigen Freitag bis Montag wird Sankt Petersburg, wo der G8-Gipfel stattfinden wird, zur Welthauptstadt, schreibt die "Iswestija" am Freitag.

    Schon am heutigen Freitag erwartet die Stadt zahlreiche Delegationen unter Leitung der Spitzenrepräsentanten von Großbritannien, Deutschland, Italien, Kanada, den USA, Frankreich und Japan. Außerdem reisen die Spitzenvertreter Brasiliens, Indiens, Chinas, Kasachstans, Mexikos und Südafrikas wie auch der Vorsitzende der Europäischen Kommission und der Generaldirektor der UNESCO nach Sankt Petersburg.

    Die Gegner des G8-Gipfels in Russland haben bis zum letzten Augenblick versucht, diesen zu verhindern. Die Wellen der Kritik an Russland, das angeblich die hohe Ehre, in der G8 den Vorsitz zu führen, ja selbst eine Mitgliedschaft in der G8 nicht verdient habe, nahmen weiter zu, je näher der Gipfeltermin heranrückte.

    Das einzige Ergebnis, das die politischen Kräfte erreicht haben, die keine Stärkung der Positionen Russlands auf dem globalen Schachbrett wünschen, war gerade eine Verstärkung und Verhärtung der Argumentation des Kremls bei der Verteidigung der Richtigkeit seiner Außen- und Innenpolitik.

    Von einer Erörterung des für Moskau vorrangigen Themas der Energiesicherheit wollten Wladimir Putins Amtskollegen zunächst gar nichts hören. Sie konnten zwar überzeugt werden, westliche Politiker hören aber seit der Januar-Krise bei den Gaslieferungen an Europa über das Territorium der Ukraine und bis zu den letzten Tagen nicht auf, Russland eine "Energie-Erpressung" der Nachbarn vorzuwerfen. Zweifellos werden die Verhandlungen zu diesem Thema äußerst schwer verlaufen: Zwangsläufig werden Interessen der transnationalen Energiegesellschaften tangiert.

    Zwei weitere Hauptthemen des Gipfels in Sankt Petersburg - das Bildungswesen und der Kampf gegen Infektionskrankheiten - standen die ganze Zeit im Hintergrund der Streitgespräche über die Energieprobleme. Dennoch wird im Kreml die Meinung vertreten, dass diese Probleme nicht weniger wichtig sind als die Regeln für das Öl- und Gasspiel. Was muss getan werden, damit ein Profi an jedem Punkt der Welt als solcher anerkannt wird und damit die Bildungssysteme verschiedener Länder vereinheitlicht werden? Der Gipfel in Sankt Petersburg wird auch nach einer Antwort auf diese Frage suchen. Ein weiterer Vorschlag Russlands besteht darin, die Welt zum Kampf gegen die Infektionskrankheiten zu vereinen.

    Bei der Vorbereitung auf das Petersburger Treffen ging es Russland darum, zu zeigen, dass es für die Welt offen steht. Deshalb wurden in den letzten Monaten in Moskau nahezu ununterbrochen "kleinere Gipfel" abgehalten: Treffen der religiösen Würdenträger und der Gewerkschaftsfunktionäre der G8-Länder, Konferenzen der Außenminister, der Staatsanwälte und von nichtstaatlichen Organisationen. Zu all diesen Treffen erschien stets der russische Präsident. Er nahm Empfehlungen an und hörte sich kritische Bemerkungen an, um die verschiedensten Standpunkte bei der Vorbereitung der Schlussdokumente des Gipfels zu nutzen. Das brachte ebenfalls seine Früchte. "Schaut man sich heute die Beiträge der westlichen Presse an, so sind die Positionen derselben Presseorgane in letzter Zeit ausgewogener geworden", wird im Kreml behauptet. "Sie veröffentlichen einen negativen und einen positiven Beitrag über Russland. Erst vor zwei bis drei Monaten waren die Informationen hauptsächlich negativ."

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