03:58 19 August 2017
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    Spannungen um Südossetien halten an

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    TIFLIS, 14. Juli (RIA Novosti). Mamuka Kudawa, stellvertretender Verteidigungsminister von Georgien, hat den russischen Verteidigungsminister Sergej Iwanow der Einmischung in innere Angelegenheiten Georgiens bezichtigt.

    Am Vortag erklärte Iwanow im Zusammenhang mit der Situation in der Zone des georgisch-ossetischen Konfliktes: "Wir werden unsere Friedenstruppen zu schützen wissen. Zudem dürfte nicht vergessen werden, dass die Einwohner Südossetiens zu 90 Prozent Bürger Russlands sind."

    "Die Erklärung des russischen Verteidigungsministers Iwanow ist eine direkte und grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates. Es ist politisch inopportun, solche Erklärungen vor dem Gipfeltreffen der Großen Acht abzugeben", sagte Kudawa der RIA Novosti.

    "Die russische Seite täte besser, die ihr in den Konfliktzonen in Abchasien und Ossetien auferlegten Verpflichtungen gewissenhaft zu erfüllen und den Militärstützpunkt in Gudauta rechtzeitig vom Territorium Abchasiens abzuziehen", erklärte Kudawa.

    In den letzten Tagen hat sich die Situation im Raum des georgisch-ossetischen Konfliktes zugespitzt, und viele Experten sprechen von der Möglichkeit von Provokationen und sogar des Beginns von Kriegshandlungen. In Zchinwali ist es zu mehreren großen Terrorakten gekommen. Am Freitag blockierte georgische Militärpolizei einen Wagen der russischen Botschaft, mit dem Juri Popow, Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums und Ko-Vorsitzender der Gemischten Kontrollkommission russischerseits, der stellvertretende Kommandierende der Landstreitkräfte Russlands Generalleutnant Valeri Jewnewitsch und mehrere Vertreter der russischen Botschaft nach Zchinwali fuhren, um an den Feierlichkeiten zum 14. Gründungstag des Kontingents der Friedenstruppen teilzunehmen.

    Georgi Chaindrawa, Staatsminister Georgiens für Fragen der Konfliktregelung, behauptet, man habe die russische Delegation um deren Sicherheit willen nicht nach Zchinwali weiterfahren lassen: im Zusammenhang mit der heutigen Explosion am Haus eines Parlamentsdeputierten Südossetiens.

    Juri Popow schließt die Einberufung einer dringenden Sitzung der erwähnten Kontrollkommission wegen der in der Zone des georgisch-ossetischen Konfliktes zugespitzten Lage nicht aus.